Wohnraumförderung
- WohneNRW-Tage 2026
Gemeinsam zeigen, was möglich ist
Von Generationenwohnen über studentisches Wohnen bis hin zur Umnutzung einer ehemaligen Polizeikaserne: Die WohneNRW-Tage 2026 haben erneut gezeigt, wie vielfältig die Lösungen der sozial orientierten Wohnungswirtschaft für die Herausforderungen auf den Wohnungsmärkten in Nordrhein-Westfalen sind. Drei Tage lang besuchten Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Politik, Kommunen und Verwaltung Wohnungsbau- und Quartiersprojekte in ganz Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt standen Projekte, die beispielhaft dafür stehen, wie neue Wohnungen geschaffen, Bestände weiterentwickelt und Quartiere zukunftsfähig gestaltet werden können.
- Veranstaltung
245 Teilnehmende bei Veranstaltung zur Wohnraumförderung
Wie groß auch aufgrund hoher Baukosten und gestiegener Zinser das Interesse an der Wohnraumförderung ist, zeigte sich Ende Februar auf der Info-Veranstaltung zur NRW-Wohnraurmförderung, die der VdW Rheinland Westfalen gemeinsam mit dem Landesbauministerium und der NRW.BANK durchgeführt hat. 245 Teilnehmende kamen nach Bochum, wo neben den Eckwerten zur Wohnraumförderung auch die aktuellen KfW-Förderbedingungen vorgestellt wurden und bei der auch NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach zu Gast war. Scharrenbach ordnete die aktuellen Förderbedingungen der sozialen Wohnraumförderung ein und unterstrich die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die kommenden Förderjahre. Die NRW.BANK ergänzte die Informationen zur Wohnraumförderbedingungen um Angebote der Infrastrukturförderung. Die KfW-Bankengruppe gewährte Einblicke in die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Teil der traditionellen VdW-Veranstaltung im ersten Quartal eines Jahres sind Praxisbeispiele. So zeigte Dirk Hensiek von der Bau- du Siedlungsgenossenschaft des Kreises Herford, wie man mit der Neubauförderung auch seriellen und modularen Holzbau in Enger wirtschaftlich umsetzt – ein Modell, dass die Genossenschaft gerne nochmal wiederholen möchte.
- Landespolitik RLP
Rekord bei Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz
3.312 Wohnungen hat das Land Rheinland-Pfalz 2025 mit der sozialen Wohnraumförderung mietpreisgebunden, so viele wie seit zehn Jahren nicht. Wie das rheinland-pfälzische Finanzministerium mitteilt, wurden Förderdarlehen mit einem Kreditvolumen von rund 500,6 Millionen Euro sowie Zuschüsse und Tilgungszuschüsse von rund 177,8 Millionen Euro bewilligt. Der Rekord geht nach Ansicht der sozialen Wohnungswirtschaft allerdings auch auf die schwierige Marktsituation im Wohnungsbau zurück. Laut Ministerium sind "die für das Jahr zur Verfügung stehenden Fördermittel wurden nahezu vollständig ausgeschöpft". Mit der Wohnraumförderung seien 2.715 Wohnungen und 597 Bewohnerplätze für Studierende und Auszubildende in Wohnheimen entstanden. Im Vorjahr waren insgesamt 2.432 Wohnungen durch das Land gefördert worden, 2023 lag die Zahl bei 2.961. Die Rekordzahlen gehen zum einen auf die Verdopplung des Landeshaushaltsetats für die Soziale Wohnraumförderung zurück, welche die Bewilligung in diesem Ausmaß möglich macht. Die Abrufzahlen sind auf der anderen Seite aus Sicht der Wohnungswirtschaft allerdings auch Ausdruck der Marktsituation im Wohnungsbau. Durch die gestiegenen Baukosten müssen Verkaufs- und Mietpreise preise kalkuliert werden, die am Markt kaum noch durchsetzbar sind. In der Folge greifen auch verstärkt Akteure im Baugeschäft auf die Wohnraumförderung zurück, die diese früher sehr selten in Anspruch genommen haben.
- WohneNRW-Tage
VdW-Mitglieder gestalten landesweite Tage der öffentlichen Wohnraumförderung mit
Mittlerweile schon fast traditionell öffnen zahlreiche aus der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Wohnbauvorhaben an den „WohneNRW-Tagen“ ihre Türen. In diesem Jahr fanden die Aktionstage am 27., 28. und 29. August 2025 statt. Am ersten und zweiten Tag standen die Quartiere von Wohnungsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen im Mittelpunkt der Reiseplanung von Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes-Nordrhein-Westfalen, der Ministerin Ina Scharrenbach vertrat. Er wurde von Mitgliedern der „Allianz für mehr Wohnungsbau Nordrhein-Westfalen“ begleitet. Sozialwohnungen, Schlichtbauten, soziale Brennpunkte – das sind nur einige der Vorurteile, die dem öffentlich geförderten Wohnungsbau vorauseilen. Dabei trifft es bezahlbar, klimagerecht, zukunftsfähig und bezahlbar sehr viel eher. Im Jahr 2024 haben die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften im VdW Rheinland Westfalen rund 621 Millionen Euro an Fördermitteln für die Mietwohnraumförderung abgerufen. Das sind 32,8 Prozent aller abgerufenen Fördermittel. Damit haben sie 3.208 mietpreisgebundene, klima- und generationengerechte Wohnungen in lebenswerten Quartieren geschaffen: Als Mehrgenerationenhäuser, für Familien, in Wohngruppen für Menschen mit Beeinträchtigungen oder in modernisierten Wohnungsbeständen aus den 1950er und 1960er Jahren.
- Beispielhaft
Holz, wo früher Benzin floss
Das Bauprojekt an der Lippestraße in Hamm ist ein wegweisendes Beispiel für seriellen Holzbau im geförderten Wohnungsbau. Die Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft hat auf einem ehemaligen Tankstellen- und Werkstattgelände ein nachhaltiges Achtfamilienhaus in Brettsperrholzbauweise errichtet. Mit einer Wohnfläche von 515 m² verteilt auf zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss bietet das Gebäude ein durchdachtes Wohnkonzept, das mit energieeffizienter Bauweise und hohen ökologischen Standards überzeugt. Die städtebauliche Ausgangssituation stellte eine besondere Herausforderung dar. Das Grundstück befand sich zuvor in einem wenig attraktiven Zustand und musste zunächst für die Neubebauung vorbereitet werden. Die Integration des Holzbaus in die bestehende Stadtstruktur war ein zentraler Aspekt der Planung. Durch die kompakte Bauweise konnte das Projekt harmonisch in das Umfeld eingefügt werden, während gleichzeitig ein nachhaltiger Beitrag zur Quartiersentwicklung geleistet wurde. Das Gebäude orientiert sich an den vorhandenen Baulinien und ergänzt das Wohngebiet durch eine moderne, umweltfreundliche Architektur.
- wohneNRW-Tage 2024
Mehr als “nur“ bezahlbar
Vorbehalte gegenüber „Sozialwohnungen“ sollten der Vergangenheit angehören. Bei den wohneNRW-Tagen 2024 standen zukunftsweisende Projekte unserer Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften auf dem dreitägigen Bereisungsprogramm, die allesamt aus Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen entstanden sind. Sowohl im Neubau als auch in der energetischen Modernisierung von Wohnungen zeigte sich, dass geförderte Wohnquartiere jede Menge Mehrwerte bringen und gleichzeitig veraltete Vorurteile gegenüber gefördertem Wohnraum aus der Zeit gefallen sind. Denn Öffentlich gefördertes Wohnen ist so viel mehr als nur bezahlbar: Großwohnanlagen am Stadtrand, schlichte und zweckmäßige Bauten mit geringen Standards in wenig attraktiven Lagen – das ist mitnichten so. Heute schaffen unsere Verbandsmitglieder öffentlich geförderten Wohnraum, der genau so modern, klimagerecht und zukunftsfähig ist wie frei finanzierter Wohnraum. Ein Reisebericht zu vielen Stationen in ganz Nordrhein-Westfalen, in dem genau das deutlich geworden ist.
- WohneNRW-Tage 2024
Gefördert, energetisch modernisiert und bezahlbar!
Im Rahmen der WohneNRW-Tage 2024 für die öffentliche Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen war NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach auch bei VIVAWEST in Ahlen zu Gast. Die drei Aktionstage rücken Positivbeispiele für modernes, nachhaltiges und bezahlbares Wohnen in ganz NRW in den Fokus. Auch das VIVAWEST-Quartier Ahlen-Ost zählt dazu und zeigt, wie zeitgemäßer und klimafreundlicher Wohnraum durch die Modernisierung von Bestandswohnungen aussehen kann. Grund genug für Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der 1955 erbauten Siedlung Halt zu machen. Gemeinsam mit Uwe Eichner, Vorsitzender der VIVAWEST-Geschäftsführung, Ahlens Stadtbaurat Thomas Köpp, Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, sowie Vertretern des Landkreises Warendorf und weiteren Gästen nahm sie die Wohnungen und Gebäudeunter die Lupe.
- Im digitalen Austausch
Gute Voraussetzungen für öffentlich gefördertes Wohnen?
Mit einem Fördervolumen von 1,7 Milliarden Euro ging die öffentliche Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalens zu Beginn des Jahres 2024 an den Start – und schon kurz nach der Verkündung waren die Mittel ausgeschöpft. Worauf ist das zurückzuführen und welche Entwicklung ist für das laufende sowie die kommenden Jahre zu erwarten? VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter empfing die Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung am 15. August 2024 zum Livetalk, in dem die Situation der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam diskutiert wurde. Ebenfalls zur Sprache kam die Situation der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Bezug auf die Bundesförderung.
- Bezahlbares Wohnen
Aufstockung der NRW-Wohnraumförderung
Am 2. Juli 2024 informierte das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW über die Aufstockung des mehrjährigen Wohnraumförderprogramms auf insgesamt 10,5 Milliarden Euro bis 2027. Für das laufende Jahr 2024 wird das Förderkontingent von bisher 1,7 Milliarden Euro um eine Milliarde auf 2,7 Milliarden Euro erhöht. Die verbleibenden 500 Millionen Euro dienen zur Abdeckung der im Jahr 2023 gewährten Förderung. Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, das Wohnraumfördervolumen für das Jahr 2024 deutlich zu erhöhen. Diese Maßnahme ist ein entscheidender Schritt, um den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und bestehende Wohnungsbestände zu modernisieren. Dazu erklärt Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen: „Dieses Mehr an Förderung hält das bezahlbare Bauen und Wohnen für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in der aktuellen Baukrise am Leben und ist ein ganz wichtiges Signal. Wo ein Wille ist, gibt es offensichtlich auch einen Weg, das hat das Land mit diesem Schritt auch der Bundesregierung gezeigt.“
- Zeitreise
75 Jahre soziale Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz
In einer Zeit, die von den Wirren des Zweiten Weltkriegs gezeichnet war, stand der Wohnungsbau vor der dringenden Notwendigkeit, in kürzester Zeit den Bedarf an menschenwürdigem Wohnraum zu decken. Das waren die Anfänge des sozialen Wohnungsbaus in der Bundesrepublik Deutschland, auch in Rheinland-Pfalz. Doch wie hat sich die Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz in den letzten 75 Jahren entwickelt und verändert? Die Ausstellung „Zimmer. Küche. Bad. Balkon. – 75 Jahre soziale Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz“, präsentiert von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium der Finanzen, lud die Besucher zu einer Zeitreise durch die Jahrzehnte der Wohnraumförderung ein. In den 1950er- und 1960er-Jahren war der Wohnungsbau geprägt von der Wohnungsnot der Nachkriegszeit. Projekte wie die Ernst-Reuter-Siedlung in Ludwigshafen entstanden schnell und preiswert, um der großen Nachfrage nach angemessenem Wohnraum gerecht zu werden. Um eine höhere Wohnqualität und einen zeitgemäßen technischen Standard zu gewährleisten, wurde in den 1970er-Jahren der soziale Wohnungsbau verstärkt gefördert. Bauvorhaben wie in Speyer legten so den Fokus auf die langfristige Bereitstellung von sozialem Mietwohnraum.