- EXPO REAL 2026
Wie Bauen wieder einfacher und bezahlbarer werden kann
Bezahlbarer Wohnungsbau, weniger Regulierung und verlässliche Förderbedingungen: Mit diesen Themen hat der VdW Rheinland Westfalen die EXPO REAL 2026 in München genutzt, um zentrale Herausforderungen der Wohnungswirtschaft mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Finanzwirtschaft und Praxis zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie der Wohnungsneubau wieder schneller und wirtschaftlicher gelingen kann. Zum Auftakt tauschten sich Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Poschmann und Norbert Riffel, Geschäftsführer der VBW Bauen und Wohnen GmbH, über aktuelle Vorhaben der Bundesbaupolitik aus. Diskutiert wurden unter anderem der Bauturbo, der Gebäudetyp E sowie die Weiterentwicklung der Förderlandschaft des Bundes. Deutlich wurde dabei, dass einfachere Verfahren und kostengünstigere Standards wichtige Voraussetzungen für mehr Wohnungsbau sind.
- Europäischer Holzbaukongress
S, M, L – Vom Mehrfamilienhaus bis zum Quartier: Holzbau als Chance für bezahlbares Wohnen
Bezahlbarer Wohnraum, steigende Baukosten und die Anforderungen an den Klimaschutz stellen die Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen. Dabei geht es nicht nur um die großen Städte und Ballungsräume. Auch in ländlich geprägten Regionen und am Rand urbaner Zentren besteht Bedarf an zeitgemäßem, bezahlbarem Wohnraum. Gefragt sind Lösungen, die sich an unterschiedliche Standorte und Bedarfe anpassen lassen und zugleich wirtschaftlich und nachhaltig umsetzbar sind. Das Panel „S, M, L – Wohnungsbau in allen Größen“ beim 19. Europäischen Kongress des Forums Holzbau (EBH) in Köln zeigte anhand von drei Praxisbeispielen, welche Möglichkeiten der Holzbau hierfür bietet. Vom kompakten Mehrfamilienhaus bis hin zur Entwicklung eines ganzen Quartiers wurde deutlich, dass serielle Baukonzepte in Holz auch jenseits der urbanen Zentren tragfähige Lösungen für die Wohnraumversorgung bieten.
- Stabile Nachbarschaften
Quartierstagung sendet "Bochumer Impuls"
Wie können Quartiere angesichts wachsender sozialer, demografischer und infrastruktureller Herausforderungen handlungsfähig bleiben? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Wissenschaft, Politik und Quartiersarbeit bei der zweiten Fachtagung „Quartiere der Zukunft – Von Überforderung zu Resilienz“ am 30. September 2026 im Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) in Bochum. Veranstalter waren InWIS, die EBZ Akademie, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sowie der VdW Rheinland Westfalen. Die Ergebnisse wurden im „Bochumer Impuls 2026“ gebündelt. In den Diskussionen wurde deutlich, dass resiliente Quartiere nicht allein von baulichen Maßnahmen abhängen. Entscheidend seien funktionierende soziale Infrastrukturen, belastbare Netzwerke, engagierte Akteure und eine professionelle Quartiersarbeit. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, betonte die Bedeutung einer aktiven Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik und ordnete soziale Resilienz in ein umfassenderes Verständnis widerstandsfähiger Quartiere ein. Der gemeinsame Tenor der Tagung: Quartiersentwicklung muss stärker auf Wissen, Kooperation und langfristige Strategien setzen, anstatt lediglich auf Krisen zu reagieren.
- Landespolitik RLP
Mehr als 100 Gäste beim Parlamentarischen Abend in Rheinland-Pfalz
Der rheinland-pfälzische Bauminister Sven Teuber, zahlreiche Landtagsabgeordnete, Vertereterinnen und Vertreter von Ministerien, Verbänden und Wohnungsunternehmen und -genossenschaften: Mehr als 100 Gäste nahmen am Parlamentarischen Abend der sozial orientierten Wohnungswirtschaft am 16. September 2026 im Mainzer Landtag teil. Bauminister Sven Teuber erklärte: "Wir brauchen viel mehr Kraft und Disruption!" Gemünzt war das auf die Anstrengungen bezahlbares Bauen und Wohnen zu ermöglichen. Die Themen, die sich an diesem Abend durch die zahlreichen Gespräche zogen, setzte dabei zu Beginn Thomas Bauer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen: die langen Bearbeitungszeiten in der sozialen Wohnraumförderung, notwendige Reformen in der Landesbauordnung sowie die Förderung generationengerechter Wohnungen auch im ländlichen Raum. Die Themen waren auch Teil der Talkrunde mit dem Minister, bei der VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter erklärte, die Landesregierung habe in der vergangenen Legislaturperiode bereits Schritte in die richtige Richtung unternommen, müsse nun aber weitere gehen, um das Bauen günstiger zu machen.
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