- WohneNRW-Tage 2026
Gemeinsam zeigen, was möglich ist
Von Generationenwohnen über studentisches Wohnen bis hin zur Umnutzung einer ehemaligen Polizeikaserne: Die WohneNRW-Tage 2026 haben erneut gezeigt, wie vielfältig die Lösungen der sozial orientierten Wohnungswirtschaft für die Herausforderungen auf den Wohnungsmärkten in Nordrhein-Westfalen sind. Drei Tage lang besuchten Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Politik, Kommunen und Verwaltung Wohnungsbau- und Quartiersprojekte in ganz Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt standen Projekte, die beispielhaft dafür stehen, wie neue Wohnungen geschaffen, Bestände weiterentwickelt und Quartiere zukunftsfähig gestaltet werden können.
- Automatischer Alarm
Sicher dank Sensoren
Die 112 wählen, den Rettungsdienst rufen, in Notfällen ist das lebenswichtig. Ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen sind dazu im Notfall aber nicht immer schnell in der Lage. Ein Forschungsprojekt in einem Gebäude des VdW-Mitglieds DOGEWO21, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird, soll nun Abhilfe schaffen. Entscheidend dafür sind Sensoren, die den Alarm automatisch auslösen können. Das Projekt heißt ADLeR, die Buchstaben stehen für "automatisiertes Detektions-, Melde- und Leitsystem für Rettungskräfte - Rettungskette neu denken". Denn klar ist: Wenn zuhause ein medizinischer Notfall auftritt oder ein Feuer entsteht, ist die 112 die entscheidende Nummer, um Hilfe durch Feuerwehr und Rettungsdienst zu rufen. Das Notrufgespräch, das Entsenden der Kräfte sowie der Einsatz selbst bilden die sogenannte Rettungskette. Deren Erfolg ist in höchstem Maße davon abhängig, dass Leitstellen umgehend Kenntnis über ein Schadensereignis erhalten. Auch dass sich Betroffene zunächst selbst in Sicherheit bringen können, ist ein wichtiger Beitrag zur Abwendung von Lebensgefahr.
- EBZ-KlimaCamp 2026
Azubis denken übers Wohnen in Zeiten des Klimawandels nach
Wie bleibt Wohnen bezahlbar, wenn Gebäude klimafreundlicher werden müssen und Städte sich an Hitze, Starkregen und neue ökologische Anforderungen anpassen? Mit dieser Frage beschäftigten sich 43 junge Auszubildende der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft beim fünften EBZ-KlimaCamp vom 17. bis zum 20. August 2026 auf dem EBZ-Campus in Bochum. In Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Exkursionen wurde deutlich: Die Transformation der Wohnungswirtschaft entscheidet sich vor allem im Bestand – und sie ist mehr als eine technische Aufgabe. Vier Tage lang ging es darum, Klimaschutz, Klimaanpassung und soziale Fragen zusammenzudenken. Den fachlichen Rahmen setzte Prof. Dr.-Ing. Philip Engelhardt, Professor für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung an der EBZ Business School und wissenschaftlicher Leiter des KlimaCamps. Anhand der Donut-Ökonomie zeigte er auf: „Beim KlimaCamp geht es uns nicht darum, den jungen Menschen fertige Antworten auf die großen Fragen der Wohnungswirtschaft zu präsentieren. Wir wollen ihnen vielmehr zeigen, wie eng ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragen miteinander verbunden sind. Klimaschutz und Klimaanpassung müssen innerhalb ökologischer Grenzen gelingen, ohne dabei bezahlbares Wohnen und soziale Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren.“
- Auf der Baustelle
Gespräche mit Bundesbauministerin Verena Hubertz zum Seriellen Sanieren und Bauen
Das serielle Bauen und das serielle Sanieren standen im Mittelpunkt von Ortsterminen der Bundesbauministerin Verena Hubertz Mitte August 2026 auf Baustellen in Trier, an denen Mitgliedsunternehmen des VdW Rheinland Westfalen beteiligt sind. VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter sprach mit Hubertz bei dieser Gelegenheit unter anderem über die Einführung des Gebäudetyps E, der das Bauen günstiger machen soll. Die zwei Termine fanden im Rahmen der Sommertour der Ministerin statt, sie führte sie zunächst in ein neues Viertel ind Trier-West und anschließend zur Hohenzollernstraße in der Trierer Innenstadt. In Trier-West entstehen auf einem ehemaligen Busdepot der Stadtwerke 130 neue Wohnungen, gebaut von drei Wohnungsunternehmen und der Caritas, die ein gemeinschaftliches Wohnprojekt dort umsetzt. Zu den Wohnungsunternehmen gehört die BVT Bau- und Vermietungsgenossenschaft Trier eG und die gbt Wohnungsbau und Treuhand AG.
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