thema der Wohnungswirtschaft
N°1 – Der perfekte Sturm

Kompakt: Was ändert sich in der Wohnraumförderung Nordrhein-Westfalens?

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Bezahlbar Wohnen: Startschuss für die Trendwende?

Hohe Baukosten, stark gestiegene Zinsen, strenge Standards und viel Bürokratie – die Voraussetzungen, um bezahlbare Wohnungen neu zu bauen und energetisch zu modernisieren, sind nicht einfach. Wenige Tage, nachdem die Eckpfeiler des neuen Wohnraumförderprogrammes des Landes Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben wurden, hat das Landesbauministerium am 29. Februar 2024 die Details der Förderung für preisgebundene Wohnungen auf einer Veranstaltung des VdW Rheinland Westfalen in Bochum erläutert. Die Frage, die dabei durch den Tagungsraum des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) geisterte: Ist das die Trendwende im Wohnungsbau? Nötig wäre sie. Denn in den letzten rund 24 Monaten standen zahlreiche Projekte für gutes bezahlbares Wohnen vor dem Aus, wurden pausiert oder gänzlich zurückgestellt, mussten umgeplant oder konnten nur unter größten Schwierigkeiten umgesetzt werden.

Quelle: Kristina Schäfer

Die rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft im Gespräch mit der Landespolitik

Die schwierige Situation für den Wohnungsbau war Hauptgesprächsthema auf dem Parlamentarischen Abend der rheinland-pfälzischen Wohnungswirtschaft im Mainzer Landtag am 21. Februar 2024. In der Diskussionsrunde mit Dr. Stephan Weinberg, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Finanzministerium, stellte Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen klar: "Das Land Rheinland-Pfalz ist nicht unser Problem. Unser Problem sind die gestiegenen Zinsen und Baukosten und dass die Bundesregierung darauf keine adäquate Antwort findet." Da aufgrund gestiegener Zinsen und Baukosten der frei finanzierte Wohnungsbau kaum noch schwarze Zahlen schreibt, nutzen immmer Akteuere die Wohnraumförderung, die bisher auf diese Mittel verzichtet haben. In der Folge sind die Abrufzahlen der rheinland-pfälzischen Wohnraumförderung sprunghaft angestiegen. So wurden 2023 2.266 geförderte Mietwohnungen genehmigt, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Im Grunde eine positive Nachricht, doch erkannte auch Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg die krisenhafte Situation als ein Grund für die Entwicklung. Mit Blick auf die Wohnraumförderbedingungen sagte er, die Landesregierung wolle hier weiterhin Kontinuität üben, er deutete aber Anpassungen an.

Bildquelle: GWL Lippstadt

„Balkonkraftwerk“ und Geländer in einem!

„Balkonkraftwerke“, wie sie auch genannt werden, sind seit etwa zwei Jahren auf dem Markt. Mieterinnen und Mieter versprechen sich davon einfach zugänglichen Solarstrom, der das Klima schont und gleichzeitig Stromkosten einspart. Dass die Installation von Fachleuten vorgenommen werden muss und es Details zu beachten gibt, sorgt bisweilen für Diskussionsbedarf. Die GWL Lippstadt, ein Verbandsmitglied des VdW Rheinland Westfalen, hat die Herausforderung und Wünsche der Menschen im Quartier erkannt und sich etwas Besonderes überlegt: Die Installation von Balkonsolaranlagen, die schon direkt in das Balkongeländer integriert sind. So stellt die GWLK ihren Mieterinnen und Mietern regenerativ und klimagerecht erzeugten Strom ohne zusätzlichen Flächenverbrauch zur Verfügung. Eine clevere und smarte Innovation für ein klimagerechtes Wohnquartier!

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Zu dick aufgetragen?

Ein Blick zurück in das Jahr 1977: Die damals regierende Regierungskoalition aus SPD und FDP erlässt am 11. August 1977 die „Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden (Wärmeschutzverordnung - WärmeschutzV)" als erste Verordnung auf der Grundlage des Energieeinsparungsgesetzes vom 22. Juli 1976. In Kraft tritt sie am 1. November 1977. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland, wie in den meisten anderen Ländern, keine bindenden Vorschriften für den energiesparenden Wärmeschutz von Gebäuden, sondern lediglich ein diesbezügliches technisches Regelwerk (DIN 4108). In den fast 50 Jahren, die seitdem vergangen sind, folgten zahlreiche Novellierungen und Anpassungen. Was hat sich verändert? In welchem Verhältnis stehen Energieeinsparmaßnahmen, Effizienz und die Reduzierung von CO₂-Ausstößen?

„Das Ziel ist klar, der Weg (noch) nicht.“

Bis 2045 muss der Gebäudesektor klimaneutral sein – was bedeutet dieses große Ziel konkret für die wohnungswirtschaftliche Praxis? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Gesprächs mit Dr. Daniel Ranker, dem Prüfungsdirektor des VdW Rheinland Westfalen. In Nordrhein-Westfalen sind die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen mit ungefähr 20 Prozent aller Wohnungen am Markt vertreten. Sie bewirtschaften ihre Wohnungsbestände langfristig, bieten diese für bezahlbare Mietpreise an und investieren jedes Jahr hohe Summen in die energetische Modernisierung ihrer Wohnquartiere. In Nordrhein-Westfalen werden von rund 5 Millionen Wohnungen etwa 3,3 Millionen mit Gas-Heizungen beheizt – hier verdeutlicht sich schon anhand des gesamten Wohnungsbestandes, dass sehr hohe Investitionen notwendig sind, um die vollständige Abkehr von fossilen Brennstoffen zu vollziehen und erneuerbare Energien breitflächig in die Heizsysteme zu integrieren. Langfristig heißt es also „raus mit der Gasheizung und runter mit den Emissionen auf Null“ – auch für die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen.

Quelle: querbeet (getty images via canva)

2.144 neue Wohnungen trotz Krisen

Die Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen (köln ag) legt ihr Wohnbarometer für 2023 vor und sieht weiterhin zahlreiche Herausforderungen für die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften: Die aktuellen Rahmenbedingungen stellen auch die köln ag vor große Herausforderungen. Dennoch ist es den Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen im vergangenen Jahr gelungen, 2.144 neue Wohnungen fertigzustellen. „Wir haben wieder sehr viel dafür getan, dass das Wohnen in Köln und dem Umland weiterhin für viele Menschen möglich und vor allem bezahlbar bleibt“, betonte Kathrin Möller, Vorsitzende der koeln ag, beim jüngsten Jahresauftakt der Gemeinschaft. Dabei präsentierte sie den Gästen auch die aktuellen Zahlen aus dem neuen Wohnbarometer der köln ag. So errichteten die köln ag-Mitglieder im vergangenen Jahr 1.072 Wohnungen in Köln und ebenfalls 1.072 im Umland. 799 aller fertiggestellten Wohnungen waren öffentlich gefördert. Zwar wurden im Vorjahr mehr geförderte Wohnungen als 2022 errichtet (+186 WE), die Gesamtzahl aller fertiggestellten Wohnungen ging jedoch um 164 Wohnungen zurück. Ein Trend, der sich fortsetzen wird, denn „die Zahl der Baugenehmigungen ist weiterhin rückläufig“, so Möller.

Quelle: WohnBau MG

Ökologie trifft Betreuung

Den erschwerten Rahmenbedingungen durch Baukostensteigerungen und Materialengpässen zum Trotz hat das VdW-Mitgliedsunternehmen WohnBau Mönchengladbach kurz vor Jahresende 2021, im Januar und im April 2022 mit dem Bau von drei Kindertagesstätten in drei verschiedenen Stadtteilen von Mönchengladbach begonnen. Auf einer Konversionsfläche eines Schulareals, in direkter Nachbarschaft zu einer Grundschule, einer Förderschule und einer Turnhalle wurde der erste Entwurf zusammen mit dem Architekturbüro Brings Architekten im Stadtteil Mönchengladbach-Odenkirchen realisiert. Die Bauweise der 3-zügigen Kita, mit einer Nutzfläche von 530 m² und einem Betreuungsangebot für 50-60 Kinder, folgt der städtischen Gesamtstrategie in Mönchengladbach im Sinne der Nachhaltigkeit. Der Umweltgedanke, Klimaschutz und Ressourcenschonung haben hierbei eine hohe Priorität. Durch den Einsatz moderner Wärmepumpentechnik in Kombination mit einer Photovoltaikanlage wird bei den KiTas komplett auf fossile Brennstoffe als Energiequelle verzichtet.

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Bilderserie

Modulares Bauen: Wohnungen to go

Veranstaltungen

Messen, Events und mehr.

März 2024
06.03.2024
bis 06.03.2024
in Düsseldorf
März 2024
14.03.2024
bis 14.03.2024
in Online
März 2024
19.03.2024
in Bad Kreuznach
April 2024
15.04.2024
in Münster
April 2024
16.04.2024
in Bochum
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*** Wichtige News ***

Hier steht eine Breaking News / Wichtige Info die auch etwas länger sein kann.

Er hörte leise Schritte hinter sich. Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo er das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte!