thema der Wohnungswirtschaft
N°1 – Der perfekte Sturm

Landes­poli­tik Rhein­land-Pfalz

Das Verbandsgebiet des VdW Rheinland Westfalen erstreckt sich auch über das nördliche Rheinland-Pfalz. Der Verband engagiert sich deshalb auch in der Mainzer Landespolitik, um bezahlbares klimagerechtes Wohnen zu sichern.

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Vorsitz in der rheinland-pfälzischen Wohnungswirtschaft wechselt

Thomas Bauer ist der neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen. Der Geschäftsführer der Bau AG Kaiserslautern folgt auf Adalbert Fettweiß, der das Amt zwei Jahre lang bekleidet hat. Die Arbeitsgemeinschaft bildet die Interessenvetretung der sozial orientierten Wohnungsunternehmen und -genossenschaften in Rheinland-Pfalz und setzt sich aus den rheinland-pfälzischen Mitgliedern von VdW Rheinland Westfalen und VdW südwest zusammen. Turnusmäßig wechselt zwischen den Verbänden das Vorschlagsrecht für den Vorsitz. Die Mitglieder folgtem auf der Vollversammlung in Mainz nun dem Vorschlag des VdW südwest und wählten einstimmig Thomas Bauer zum neuen Vorsitzenden. Mit ihm ins Präsidium wurden außerdem Sybille Jeschonek von der Wohnungsbau und Treuhand AG (gbt) Trier und Oliver Pastor von der Baugenossenschaft Speyer gewählt. Der Arbeitsausschuss komplettiert die Gremien der Arbeitsgemeinschaft.

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Blick in den Maschinenraum des RLP-Bündnisses "Bezahlbares Wohnen"

Das Bündnis Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz arbeitet gerade an einer Vereinbarung, wie das Bauen günstiger werden soll, Qualität aber zugleich erhalten bleibt. Beim Wohnungspolitischen Gespräch der sozial orientierten Wohnungswirtschaft mit der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Doris Ahnen in Mainz konnten die Gäste am 23. September 2025 live verfolgen, wie die Diskussionen im Bündnis geführt werden. Der Abend zeigte: Über das Ziel, günstigeres Bauen zu ermöglichen, sind sich alle einig, der Teufel steckt dann aber noch im Detail. Das Leitmotiv des Abends setzte Adalbert Fettweiß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen, gleich zu Beginn: "Wir werfen heute Abend einen Blick in den Maschinenraum des Bündnisses", sagte er in seiner Begrüßungsrede im Zentrum Baukultur. In den Maschinenraum, in dem derzeit das Programm "Besser bauen. Für alle." erarbeitet wird. Dessen fünf Handlungsfelder beschrieb Finanzministerin Doris Ahnen: Baurecht, Bautechnik, Bauprozesse, Bauinnovation und Baukultur. In jedem dieser Felder sollen Maßnahmen vereinbart werden, die Bauen kostengünstiger machen und zugleich Qualität sichern. Finanzministerin Doris Ahnen sagte: "Den Anfang haben wir mit der Reform der Landesbauordnung schon gemacht." Wobei das Papier, das noch dieses Jahr unterzeichnet werden soll, aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft zugleich zeigt: "Nach der Landesbauordnung ist vor der Landesbauordnung." Sprich: Die im September 2025 vom Landtag beschlossene Bauordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung, es sollten aber noch weitere folgen. Ausgangspunkt des aktuellen Diskussionsprozesses im Bündnis ist der sogenannte "Hamburg-Standard". Das hanseatische Bundesland hatte in einem aufwendigen Prozess Maßnahmen zur Kostenreduktion im Bauen ermittelt. Diese Maßnahmen werden nun für Rheinland-Pfalz quasi übersetzt, denn "Hamburg ist nicht Rheinland-Pfalz", wie Adalbert Fettweiß feststellte. Weder was die Sie

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Ministerin zu Gast in Wohnpflegegemeinschaft

In einem Dorf mit 2.500 Einwohnern hat die Trierer gbt Wohnungsbau und Treuhand AG ein Quartiershaus mit zwei Wohnpflegegemeinschaften errichtet. Bei einem Besuch der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Dörte Schall ging es darum, wie noch mehr solcher Projekte im Land entstehen können. Zuhause alt werden, seine letzten Tage im gewohnten Umfeld verbringen. Eine schöne Vorstellung. Doch mit dem Alter kommen oft Gebrechlichkeiten, die ein Leben in den eigenen vier Wänden nur noch sehr eingeschränkt möglich machen. Nicht selten müssen Menschen deshalb in stationäre Pflegeheime umziehen, obwohl sie mit ambulanter Unterstützung noch länger in ihrem gewohnten Umfeld hätten wohnen bleiben können. Wohnpflegegemeinschaften vor Ort, mit Unterstützung immer dann, wann man sie auch benötigt, sind ein Modell, wie Menschen noch länger in ihrem Wohnquartier oder ihrem Dorf bleiben können. In derselben Nachbarschaft, mit denselben Freundinnen und Freunden, die einen ohne große Anreise in der neuen Wohnung besuchen. Die VdW-Mitglieder setzen solche Wohnpflegegemeinschaften deshalb immer öfter um, wie beispielswese im rheinland-pfälzischen Hetzerath nahe Trier. Dort hat die gbt Trier mit der Pflegegesellschaft St. Martin das Quartiershaus Daniel ins Leben gerufen. Der Verein "Helfende Hände Hetzerath", der sich aus der Dorfgemeinschaft des 2.500 Einwohner großen Ortes gegründet hat, organisiert den Mittagstisch, an dem jeder aus dem Dorf teilhaben kann.

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Fachreise "Bezahlbares Wohnen": Ein Tag zum Mutmachen

Wenn alle einem Strang ziehen, kann es schnell gehen – auch beim Bauen. Das ist eine wesentliche Erkenntnis der Fachreise "Bezahlbares Wohnen" mit Finanzministerin Doris Ahnen, die am 10. Juli 2025 an drei verschiedene Orte in Rheinland-Pfalz führte, immer aber an Orte des Bezahlbaren Wohnens. Organisiert hatten die Reise der VdW Rheinland Westfalen, der VdW südwest, die Architektenkammer Rheinland-Pfalz und das rheinland-pfälzische Finanzministerium. Es war bereits die siebte Auflage einer solchen Fachreise.

"Als Chef eines Wohnungsunternehmens hat mir diese Reise heute Mut gemacht", fasste Adalbert Fettweiß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen am Abend den Verlauf der Fachreise zusammen. "Baugenehmigungen kann es innerhalb weniger Monate geben, Probleme werden im Gespräch mit allen Beteiligten gelöst", sagte er mit Blick auf die Projekte in Trier, Ingelheim und Mainz, welche die Reisegruppe um Finanzministerin Doris Ahnen an diesem Tag besucht hatten.

Quelle: Kristina Schäfer/Bauforum RLP

Bauforum Rheinland-Pfalz: "Baut doch einfach!"

Kann Rheinland-Pfalz von anderen Bundesländern lernen, wie Bauen einfacher werden kann? Das 24. Bauforum Rheinland-Pfalz blickte über den eigenen Tellerrand nach Hamburg, nach Bayern und in die Niederlande. Und der Staatssekretär des Finanzministeriums versprach: Im Herbst kommt ein Maßnahmenkatalog, der Bauen in Rheinland-Pfalz erleichtern soll. Die Baukosten steigen und steigen und machen so nicht nur das Bauen, sondern infolge auch das Mieten immer teurer. So teuer, dass sich das immer weniger Menschen leisten können, weshalb sich die Baugenehmigungszahlen im vergangenen Jahr eingebrochen sind. Um das wieder zu ändern, wird auch in den Bundesländern diskutiert, welche Normen angepasst werden können, um das Bauen wieder günstiger zu machen. Das klare Credo: Bauen muss wieder einfacher werden. Oder, um es im Titel mit dem 23. Bauforum zu sagen: "Baut doch einfach!" Das Grundproblem, weshalb sich Standards zu Kostentreibern entwickelt hätten, liege in der deutschen Vollkaskomentaliät, so Prof. Werner Sobek, der als Keynotespeaker das Bauforum eröffnete. Einfaches Bauen erfordere deshalb einen Mentalitätswechsel. Das gelte unter anderem für die Gebäudeenergiepolitik. Die Gesetzgebung adressiere zum einen den theoretisch errechneten Energiebedarf und nicht den tatsächlichen Verbrauch und den Ausstoß an CO2 in den Gebäuden. Was sich nur wie ein kleiner Unterschied anhöre, habe eine gewaltige Wirkung.

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Werkzeugkoffer für den Sozialraum entwickelt

Wie können mehr Menschen bis an ihr Lebensende in ihrem gewohnten Wohnquartier leben? Mit dieser Frage hat sich der Strategieprozess "Sozialräume stärken" des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums beschäftigt, an dem sich die sozial orientierte Wohnungswirtschaft beteiligt hat. Auf dem Abschlusskongress in Mainz wurde nun am 7. Mai 2025 ein "Werkzeugkoffer" vorgestellt, in dem zahlreiche Maßnahmen dazu dargestellt werden. Gleichzeitig kündigte das Sozialministerium eine zentrale Anlaufstelle beim Land und ein neues Förderprogramm an. Perspektivisch soll zudem die Pflegestrukturplanung in Richtung Sozialraumplanung entwickelt werden.

Grob kann man einen Sozialraum als die Orte verstehen, an denen Menschen zusammenkommen, Orte, an denen ehrenamtlich oder professionell Hilfe geleistet und an denen die Menschen bekommen, was sie zum Leben benötigen. Zwei Jahre lang hatten zahlreiche Fachleute von Pflegedienstleistern, Kommunen, Projektträgern, aus Ministerien, Wohnungswirtschaft, Forschung und der Zivilgesellschaft in Workshops und auf Versammlungen ihre Vorschläge und Erfahrungen eingebracht, wie solche Sozialräume gestärkt werden können.

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Rheinland-Pfälzische Wohnungswirtschaft im Gespräch mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer

In der Staatskanzlei in Mainz hat sich die rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft Ende Januar mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer getroffen. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, und Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, sprachen eine Stunde mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten. Schweitzer misst dem Thema Wohnen eine hohe Bedeutung bei. "Wie sie wohnen, beschäftigt die Menschen mehr, als viele glauben", sagte er im Gespräch mit den Spitzenvertretern der beiden Verbände. Inhaltlich ging es unter anderem um die Wohnraumförderung, bei der die Verbände vor allem eine neue Regelung zur Wohnberechtigungsscheinpflicht in der Modernisierungsförderung und die langen Genehmigungsdauern bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz kritisch bewerten. Zu beiden Feldern ist die Wohnungswirtschaft auch in gutem Autstausch mit dem Finanzministerium. Weiteres Thema war die Landesbauordnung, die derzeit im Land novelliert wird. Hier wünschen sich die Verbände, dass Rheinland-Pfalz noch mehr Schritte über die Musterbauordnung hinaus geht. In Niedersachsen etwa gelten einige Regeln, beispielsweise zu Stellplätzen, die das Bauen zusätzlich erleichtern. Zudem bat die Wohnungswirtschaft den Ministerpräsidenten darum, im Zuge der nach der Bundestagswahl anstehenden Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie in nationales Recht ein Auge darauf zu haben, dass nicht mehr die Gebäudeeffizienz in den Mittelpunkt des Gesetzes zu rücken, sondern die Einsparung an CO2. Dies hätte eine massive Kostenreduzierung bei der Umsetzung der Klimaziele zur Folge, was sich auch in den Mieten niederschlagen würde. Klimaneutrales Wohnen könnte so bezahlbar bleiben.

Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Adalbert Fettweiß neuer Vorsitzender in Rheinland-Pfalz

Adalbert Fettweiß ist am 10. Dezember 2024 von der Vollversammlung rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen in Mainz zum neuen Vorsitzenden bestimmt worden. Der Geschäftsführer der Koblenzer Wohnbau war bereits im Mai vom Arbeitsausschuss der Arbeitsgemeinschaft kommissarisch in das Amt gewählt worden. Nun folgte die offizielle Bestätigung durch die Mitglieder. In der Arbeitsgemeinschaft sind alle rheinland-pfälzischen Wohnungsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen und des VdW südwest vertreten. Neben der Wahl standen bei der Vollversammlung, die einmal im Jahr stattfindet, vor allem die am Januar 2025 geltenden neuen Wohnraumförderbedingungen in Rheinland-Pfalz im Mittelpunkt. Aufgrund der enorm hohen Anzahl an Förderanträgen, die zu einem Aufzehren der Haushaltsmittel führt, kürzt die Landesregierung unter anderem die Tilgungszuschüsse und hebt die Zinsen auf ein Prozent an. Im Gegenzug werden die Bewilligungsmieten erhöht. Gleichzeitig werden alte Anträge nur noch nach dem aktuellen Programm bewilligt, wenn genehmigterweise bereits mit dem Bau begonnen wurde. Die Wohnungswirtschaft hat das Vorgehen stark kritisiert. Auf dem Programm der Vollversammlung standen zudem die aktuellen bundes- und landespolitischen Entwicklungen, dargestellt von VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, sowie die künftig immer stärkere Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Gewährung von Bankkrediten.