Bezahlbares Wohnen
Quelle: Woge Werdohl
- KlimaQuartier.NRW
Woge Werdohl zeigt, wie klimafreundliche Bestandssanierung gelingt
Klimaschutz beginnt nicht auf der grünen Wiese, sondern oft im Wohnungsbestand. Wie die Wärmewende im Bestand erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt die Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge). Das Mitgliedsunternehmen des VdW Rheinland Westfalen wurde jetzt für sein Modernisierungsvorhaben in der Breslauer Straße 36–46 im Stadtteil Ütterlingsen als KlimaQuartier.NRW ausgezeichnet. Damit würdigt das Land Nordrhein-Westfalen ein Projekt, das Klimaschutz, Energieeffizienz und bezahlbares Wohnen intelligent miteinander verbindet. Die Auszeichnung ist mehr als ein Qualitätssiegel. Sie unterstreicht, welche zentrale Rolle die Wohnungswirtschaft bei der Transformation des Gebäudesektors spielt. Gerade kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen beweisen, dass sich ambitionierte Klimaziele und soziale Verantwortung miteinander vereinbaren lassen.
- Baugesetze
Wohnungsbau soll "überragendes öffentliches Interesse" werden
Bie Bundesregierung hat Ende Mai 2026 den Entwurf eines „Gesetzes zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts (Baugesetzbuch-Upgrade)“ beschlossen. Bauleitplanverfahren sollen vereinfacht, der Wohnungsbau zum überragenden öffentlichen Interesse erklärt und Kommunen mehr Handlungsmacht im Umgang mit Schrottimmobilien gegeben werden. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft begüßt die Änderungen im Grundsatz, fürchtet aber nur eine begrenzte Wirkung der Reform. Laut Bundesbauministerium soll bei Bebauungsplänen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt Wohnbauland ausweisen ein "überragendes öffentliches Interesse" gelten. Dadurch hat der Wohnungsbau in diesen Gebieten Priorität. Außerdem soll künftig die übergeordnete Raumplanung in Gebieten mit knappem Wohnraum auf einen Ausgleich zwischen städtischen und ländlicheren Gebieten hinwirken. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hatte eine solche Priorisierung des Wohnungsbaus gefordert und begrüßt die Änderung daher. Allerdings weist er darauf hin, dass die praktische Wirkung der neuen Regelung begrenzt bleiben könnte. Der vorgesehene Abwägungsvorrang gelte nur für künftige Planverfahren in angespannten Wohnungsmärkten. Vielfach gehe es aber um Bauanträge in Gebieten, für die es keinen Bebauungsplan gebe. Hier finde der Abwägungsvorrang keine Anwendung. Nach Einschätzung des GdW könnte der unmittelbare Anwendungsbereich des neuen Vorrangs lediglich einen vergleichsweise kleinen Teil der Wohnungsbauprojekte erfassen.
- Veranstaltung
Azubi-Forum: Wohnen - mehr als ein Wirtschaftsgut
Es waren drei intensive Tage für rund 50 Auszubildende aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft: das Azubi-Forum 2026 von EBZ Akademie und VdW Rheinland Westfalen Anfang Mai.2026. Im Mittelpunkt der praxisnahen Fachtagung standen Fragen rund um die Zukunft des Wohnens, der sozialen Verantwortung von Wohnungsunternehmen sowie die persönliche und fachliche Entwicklung junger Nachwuchskräfte. Zum Auftakt beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Spannungsfeldern zwischen Sozialgut und Wirtschaftsgut Wohnen. In Workshops und Diskussionen ging es um wohnungspolitische Herausforderungen, gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, wie Wohnungsunternehmen soziale Verantwortung umsetzen können. Fachreferent Friedrich-Alexander Flatters vom VdW Rheinland Westfalen vermittelte Grundlagen der Wohnungspolitik und diskutierte mit den Auszubildenden die Auswirkungen sozialpolitischer Entwicklungen auf die Branche. Ein besonderer Programmpunkt war am zweiten Veranstaltungstag die Exkursion zum Vivawest-Quartier Borsig-West in der Dortmunder Nordstadt. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Mehrgenerationenwohnen, studentisches Wohnen und integrierte Quartiersentwicklung.
- Jahresbericht 2025/2026
Rückschlag statt Aufschwung
Statistische Daten hatten Anlass zur Hoffnung gegeben, dass die Wohnungsbaukrise ihren Tiefpunkt überschritten haben würde: Zwischen Sommer 2025 und Frühjahr 2026 stagnierten die Bauzinsen und die Preise für wesentliche Baumaterialien, die Baugenehmigungszahlen stiegen, wenn auch auf niedrigem Niveau. Für alle, die bezahlbares Wohnen ermöglichen wollen, waren das Lichtblicke. Denn mehr Wohnungen könnten den Anstieg der Mieten in den Großstädten dämpfen. Doch die Hoffnung währte nicht lange. Mit dem Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026 zeichnet sich eine neue Teuerungswelle ab, die die Mitglieder des VdW Rheinland Westfalen im Sommer 2026 bereits spürten. Immerhin nahm nun auch die Politik den Kampf gegen die Baukosten auf und ging entsprechende Reformen an. 10,7 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohngebäude im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr vermeldete das Statistische Landesamt IT.NRW am 25. Februar 2026 für Nordrhein-Westfalen.
- Vor RLP-Landtagswahl
Gespräch über gute Wohnungspolitik in Rheinland-Pfalz
Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl hat die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Rheinland-Pfalz mit wohnungspolitischen Sprecherinnen und -sprechern aus dem Landtag gesprochen. Eingeladen waren Carina Wächter (CDU), Dr. Lea Heidbreder (Grüne), Steven Wink (FDP) und Markus Stein (SPD). Wesentliche Themen im Mainzer Zentrum Baukultur waren die Situation der Wohnraumförderung, die Vereinfachung von Baustandards und das generationengerechte Wohnen. Grundlage war das Positionspapier der sozial orientierten Wohnungswirtschaft zur Landtagswahl und die Wahlprogramme der vertretenen Parteien. Das Gespräch führten VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter, VdW-südwest-Vorstand Dr. Axel Tausendpfund und Thomas Bauer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen.
- Landespolitik RLP
Vereinbarung "Besser bauen. Für alle." unterschrieben
Auf einer Baustelle zur seriellen Sanierung eines Wohngebäudes in Trier haben Vertreter wurde die neue Vereinbarung "Besser bauen. Für alle." des rheinland-pfälzischen Bündnisses Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz unterschrieben. Gemeinsam mit Finanzministerin Doris Ahnen setzten VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, ihre Unterschrift unter das Papier, welches das Bauen in Rheinland-Pfalz günstiger machen soll. Die serielle Sanierung, wie sie die gbt Wohnungsbau und Treuhand AG an der Hohenzollernstraße in Trier in Holz ausführen lässt, ist eine vielversprechende innovative Technik, um bei der energetischen Ertüchtigung von Gebäuden Kosten zu sparen und so bezahlbare Mieten und klimagerechtes Wohnen in Einklang zu bringen. Bauinnovationen sind ein Themenfeld der Vereinbarung, die weiteren lauten: Baurecht, Bautechnik, Bauprozesse und Baukultur. In der Vereinbarung wird das Arbeitsprogramm des Bündnisses Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz beschrieben, das seit 10 Jahren existiert und dessen Bündnispartner der VdW Rheinland Westfalen seit Gründung ist.
- Bezahlbare Wohnungen
Dank DWG geht es in Lörick voran
Auf einem ehemaligen Gelände eines Autohauses entstehen 100 bezahlbare Genossenschaftswohnungen, 50 Prozent davon öffentlich gefördert. Nachdem der bisherige Investor insolvent gegangen ist, führt nun die Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft (DWG) das Projekt an der Hansaallee 242 weiter. Der entsprechende Kaufvertrag ist unterschrieben. Bis 2016 befand sich auf dem Gelände das Autohaus Moll, ein Projektentwickler hatte das Grundstück erworben, um dort Wohnungen zu errichten und das Autohaus bis auf Teile der Bodenplatte und wenige Keller das Autohaus bereits abgerissen. Inzwischen ist der Projektentwickler insolvent gegangen. Die DWG sorgt nun dafür, dass trotzdem die dringend benötigten Wohnungen entstehen. Und zwar bezahlbare. Die DWG hatte sich bereits vor einiger Zeit mit dem Grundstück beschäftigt und hatte rund die Hälfte der geplanten Wohnungen von dem Projektentwickler gekauft. Nach dessen Insolvenz hat die DWG das etwa 6.000 Quadratmeter große Grundstück im linksrheinischen Stadtteil Lörick nun gekauft.
- EXPO REAL 2025
Bezahlbares Wohnen bleibt zentrales Thema
Wenn sich in München die internationale Immobilienwelt zur EXPO REAL trifft, geht es meist um große Zahlen, große Projekte und große Visionen. Doch mitten zwischen Investoren, Projektentwicklern und Stadtplanern erinnert der VdW Rheinland Westfalen daran, was nicht außer Acht gelassen werden darf: Es geht auch um die Menschen, die bezahlbar wohnen wollen. Mit dieser klaren Botschaft trat VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter auch in diesem Jahr auf der Leitmesse auf – und machte deutlich: „Zwischen Immobilien und Investitionen dürfen wir das bezahlbare Wohnen nicht vergessen.“ Der Zeitpunkt für diesen Appell hätte kaum passender sein können. Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, dass das Thema Wohnen die Menschen bewegt: Für 14 Prozent der Befragten war die Wohnungssituation laut Infratest Dimap sogar wahlentscheidend. Rychter sieht darin einen klaren Auftrag: „Unsere Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften stehen bereit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Aber wir brauchen politische Rahmenbedingungen, die das auch ermöglichen.“
- Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen
"Sprechen wir übers Wohnen" mit Dr. Stephan Keller
In vielen Kommunen geben Bürgerinnen und Bürger noch ein weiteres Mal ihre Stimme ab und entscheiden am 28. September, wer künftig in ihren Städten und Kommunen an der Spitze steht. Vor den Stichwahlen sprach VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter mit Dr. Stephan Keller, erneut kandidierender Oberbürgermeister der stadt Düsseldorf. Zu Beginn blickte Keller auf den bisherigen Wahlkampf zurück, skizzierte die prägenden Themen und ordnete das Ergebnis der Kommunalwahl ein. Besonders hervor hob er die Bedeutung von Wohnungspolitik und Stadtentwicklung: Bezahlbarer Wohnraum müsse konsequent vorangebracht werden, verbunden mit einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung der Stadt. Im Hinblick auf die großen Herausforderungen wie Klimawandel, Hitze, demografischer Wandel und steigender Wohnraumbedarf betonte Keller die Rolle leistungsfähiger Verwaltungen. Nur wenn Genehmigungsverfahren beschleunigt und Förderprozesse vereinfacht werden, könne dringend benötigter Wohnraum schneller entstehen. Abschließend ging es um die zunehmende Zahl von Stichwahlen und die höhere Wahlbeteiligung. Keller unterstrich, dass es seine Aufgabe sei, die Vielfalt an Stimmen und Interessen in Düsseldorf zu berücksichtigen und zu vertreten. Der digitale Austausch ist über den Instagram-Kanal des VdW Rheinland Westfalen auch im Nachhinein zu sehen.
- Veranstaltung
Blick in den Maschinenraum des RLP-Bündnisses "Bezahlbares Wohnen"
Das Bündnis Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz arbeitet gerade an einer Vereinbarung, wie das Bauen günstiger werden soll, Qualität aber zugleich erhalten bleibt. Beim Wohnungspolitischen Gespräch der sozial orientierten Wohnungswirtschaft mit der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Doris Ahnen in Mainz konnten die Gäste am 23. September 2025 live verfolgen, wie die Diskussionen im Bündnis geführt werden. Der Abend zeigte: Über das Ziel, günstigeres Bauen zu ermöglichen, sind sich alle einig, der Teufel steckt dann aber noch im Detail. Das Leitmotiv des Abends setzte Adalbert Fettweiß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen, gleich zu Beginn: "Wir werfen heute Abend einen Blick in den Maschinenraum des Bündnisses", sagte er in seiner Begrüßungsrede im Zentrum Baukultur. In den Maschinenraum, in dem derzeit das Programm "Besser bauen. Für alle." erarbeitet wird. Dessen fünf Handlungsfelder beschrieb Finanzministerin Doris Ahnen: Baurecht, Bautechnik, Bauprozesse, Bauinnovation und Baukultur. In jedem dieser Felder sollen Maßnahmen vereinbart werden, die Bauen kostengünstiger machen und zugleich Qualität sichern. Finanzministerin Doris Ahnen sagte: "Den Anfang haben wir mit der Reform der Landesbauordnung schon gemacht." Wobei das Papier, das noch dieses Jahr unterzeichnet werden soll, aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft zugleich zeigt: "Nach der Landesbauordnung ist vor der Landesbauordnung." Sprich: Die im September 2025 vom Landtag beschlossene Bauordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung, es sollten aber noch weitere folgen. Ausgangspunkt des aktuellen Diskussionsprozesses im Bündnis ist der sogenannte "Hamburg-Standard". Das hanseatische Bundesland hatte in einem aufwendigen Prozess Maßnahmen zur Kostenreduktion im Bauen ermittelt. Diese Maßnahmen werden nun für Rheinland-Pfalz quasi übersetzt, denn "Hamburg ist nicht Rheinland-Pfalz", wie Adalbert Fettweiß feststellte. Weder was die Sie