Modernisierung
- Draufgeschaut
Betreutes Wohnen nach Modernisierung
Mit einer umfassenden Modernisierung hat die Wohnungsverein Hagen eG 48 barrierearme Wohnungen geschaffen, die heute für betreutes Wohnen genutzt werden. Das Projekt wurde dafür mit dem Qualitätssiegel Betreutes Wohnen ausgezeichnet. Betreute Wohnformen sind nicht nur in Neubauten umsetzbar. Das beweist die Wohnungsverein Hagen eG an der Knüwenstraße in Hagen. Von 2021 bis 2023 hat die Wohnungsgenossenschaft die Gebäude einer Wohnanlage aus den 1970er-Jahren an die heutigen Anforderungen der Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Sicherheit angepasst, ohne dass die Gebäude ihren vertrauten Charakter verloren. Neben schwellenlosen Zugängen und rollstuhlgerechten Bädern wurden Aufzüge nachgerüstet, Türen verbreitert und Beleuchtungssysteme verbessert. Gleichzeitig wurde die Gebäudehülle energetisch ertüchtigt, um sowohl den Klimazielen als auch dem Anspruch der Mieterinnen und Mieter an moderne Standards gerecht zu werden. Ziel des Betreutes-Wohnen-Projekts war es, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen – verbunden mit der Sicherheit, bei Bedarf auf Unterstützung zugreifen zu können.
- Veranstaltung
Blick in den Maschinenraum des RLP-Bündnisses "Bezahlbares Wohnen"
Das Bündnis Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz arbeitet gerade an einer Vereinbarung, wie das Bauen günstiger werden soll, Qualität aber zugleich erhalten bleibt. Beim Wohnungspolitischen Gespräch der sozial orientierten Wohnungswirtschaft mit der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Doris Ahnen in Mainz konnten die Gäste am 23. September 2025 live verfolgen, wie die Diskussionen im Bündnis geführt werden. Der Abend zeigte: Über das Ziel, günstigeres Bauen zu ermöglichen, sind sich alle einig, der Teufel steckt dann aber noch im Detail. Das Leitmotiv des Abends setzte Adalbert Fettweiß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen, gleich zu Beginn: "Wir werfen heute Abend einen Blick in den Maschinenraum des Bündnisses", sagte er in seiner Begrüßungsrede im Zentrum Baukultur. In den Maschinenraum, in dem derzeit das Programm "Besser bauen. Für alle." erarbeitet wird. Dessen fünf Handlungsfelder beschrieb Finanzministerin Doris Ahnen: Baurecht, Bautechnik, Bauprozesse, Bauinnovation und Baukultur. In jedem dieser Felder sollen Maßnahmen vereinbart werden, die Bauen kostengünstiger machen und zugleich Qualität sichern. Finanzministerin Doris Ahnen sagte: "Den Anfang haben wir mit der Reform der Landesbauordnung schon gemacht." Wobei das Papier, das noch dieses Jahr unterzeichnet werden soll, aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft zugleich zeigt: "Nach der Landesbauordnung ist vor der Landesbauordnung." Sprich: Die im September 2025 vom Landtag beschlossene Bauordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung, es sollten aber noch weitere folgen. Ausgangspunkt des aktuellen Diskussionsprozesses im Bündnis ist der sogenannte "Hamburg-Standard". Das hanseatische Bundesland hatte in einem aufwendigen Prozess Maßnahmen zur Kostenreduktion im Bauen ermittelt. Diese Maßnahmen werden nun für Rheinland-Pfalz quasi übersetzt, denn "Hamburg ist nicht Rheinland-Pfalz", wie Adalbert Fettweiß feststellte. Weder was die Sie
- VdW-Forum 2025
Die Entdeckung der Einfachheit
Draußen herrschte sommerliche Hitze, im Tagungshotel eine sachliche Atmosphäre: Auf dem VdW-Forum 2025 wurde über die Entdeckung der Einfachheit diskutiert. Wie kann Bauen wieder einfacher werden? In Keynotes, Diskussionsrunden, in Workshops und Gesprächen untereinander zogen die teilnehmenden Fachleute aus den Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen Erkenntnisse für ihre praktische Arbeit. Die insgesamt mehr als 400 Teilnehmenden des VdW-Forums waren sich weitgehend einig: Die Talsohle des Wohnungsbaus ist noch nicht erreicht. Projekte, die jetzt fertiggestellt werden, gehen zum größten Teil noch auf eine Zeit vor der großen Baukostensteigerung zurück. Neue Projekte werden kaum angegangen. Die gemeinsame Überzeugung: Um das zu ändern, muss Bauen einfacher werden. Auf dem VdW-Forum wurde diskutiert, wie das gelingen kann. In den Workshops, unter anderem zu den Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz in der Wohnungswirtschaft oder zur Klimastrategie von Wohnungsunternehmen, spielten sie Ansätze dazu durch. In der Innovationsarena hörten sie Sieben-Minuten-Auftritte von Start-Ups und innovativen Dienstleistern. Prof. Dietmar Walberg von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen machte den Zuhörerinnen und Zuhörern im Plenum klar, dass die Baukosten vor allem aufgrund der Baustandards gestiegen seien. Die Standards, etwa im Schallschutz, müssten gesenkt werden, um wieder zu bezahlbaren Preisen und damit Mieten zu kommen. "Einfaches Bauen fängt im Kopf an und erfordert eine neue Planungskultur. Wenn wir jetzt nicht umdenken, werden wir schlicht nicht mehr bauen können", sagte Walberg.
- Wohnraumförderung
Quartiersentwicklung in mehreren Etappen
Am Ende werden es über 550 Wohnungen sein, die entweder neu gebaut oder zeitgemäß, modern und klimafreundlich modernisiert wurden und zu bezahlbaren Mieten auf den Markt kommen: Die SWB-Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH (SWB) aus Mülheim an der Ruhr baut mit der „Eichbaumsiedlung“ ein vor Ort wichtiges Quartiersprojekt, das einige Hürden und Hindernisse schon hinter sich lassen musste. Und am Ende doch noch bezahlbare Wohnungen für die Mülheimerinnen und Mülheimer bringen wird. Die Eichbaumsiedlung im Stadtteil Heißen-Süd steht im Fokus einer ehrgeizigen Revitalisierung durch die SWB. Mit Blick auf eine ganzheitliche, zukunftsfähige und generationengerechte Entwicklung werden hier 556 Wohneinheiten modernisiert oder neu gebaut. Diese umfassende Neuentwicklung, im aktuellen fünften Bauabschnitt bis 2026 geplant, setzt auf Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Bezahlbarkeit und Klimaschutz im Bauen, Wohnen und Heizen.