Rheinland-Pfalz
- Rheinland-Pfalz
Gespräch mit neuem Bauminister: Müssen wieder günstiger bauen
Einen seiner ersten Kennenlerntermine widmete der neue rheinland-pfälzsiche Bauminister Sven Teuber der sozial orientierten Wohnungswirtschaft. Vertreter von VdW Rheinland Westfalen, VdW südwest und der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen tauschten sich am 15. Juni 2026 mit Sven Teuber und der Staatssekretärin Vanessa Fischer im neuen Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur in Mainz aus. Hauptanliegen der Verbände waren politische Instrumente zur Reduzierung von Baukosten sowie zur Verkürzung der Bearbeitungsfristen in der Wohnraumförderung. VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter verwies auf die enorme Kostenentwicklung im Wohnungsbau. "Wenn es uns nicht gelingt, preiswerter zu bauen, werden der Druck auf die Wohnungsmärkte und auch der politische Druck steigen", sagte er im Gespräch. Um die Kosten in den Griff zu bekommen, setzen die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften inzwischen vermehrt auf serielle Verfahren im Neubau und bei der Modernisierung. Doch einen entscheidenden Hebel hat die Politik in der Hand, eine rechtssichere Regelulng so genannten Gebäudetyp E.
- Rheinland-Pfalz
Sven Teuber übernimmt neues Bauministerium Rheinland-Pfalz
Die neue Landesregierung unter CDU-Führung ist am 18. Mai 2026 in Rheinland-Pfalz vereidigt worden. Nach seiner Wahl durch den Landtag ernannte Ministerpräsident Gordon Schnieder zehn Ministerinnen und Minister, darunter den Trierer SPD-Politiker Sven Teuber zum Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur. Das Ministerium wurde im Zuge der Regierungsbildung neu geschaffen. Für die Wohnungswirtschaft ist insbesondere von Bedeutung, dass die Bereiche "Kommunen" und "Bauen und Wohnen" nun in einem gemeinsamen Ministerium sitzen. Denn die Kommunen haben eine Schlüsselrolle innen, wenn bezahlbare Wohnungen enstehen sollen. Beispielsweise können sie beim Verkauf von Grundstücken darauf achten, dass nicht der Höchstbietende sondern derjenige mit dem besten Konzept für bezahlbares Wohnen den Zuschlag bekommt. Dass nun ein Minister für beide Bereiche zuständig ist, könnte die Abstimmung zwischen beiden Ressorts erleichtern.
- Vor RLP-Landtagswahl
Vier Erkenntnisse aus unseren Insta-Lives
Vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026 hat der VdW Rheinland Westfalen die Insta-Lives auf Instagram dazu genutzt, mit Politikerinnen und Politikern im Land über Wohnungspolitik zu sprechen – unter anderem mit Gordon Schnieder, Spitzenkandidat der CDU, und Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landesvorsitzende der SPD. Hier fassen wir die vier wesentlichen Erkenntnisse zusammen, die sich aus ihnen ergeben haben. Das Live-Gespräch mit interessanten Gesprächspartnerinnen und -partnern auf dem verbandseigenen Instagram-Kanal gehört seit Jahren zu den Medienformaten des VdW Rheinland Westfalen. Vor der rheinland-pfälzischen Landtagswahl waren CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder, SPD-Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler, FDP-Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, SPD-Finanzministerin Doris Ahnen und die baupolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Dr. Lea Heidbreder.
- Vor RLP-Landtagswahl
Gespräch über gute Wohnungspolitik in Rheinland-Pfalz
Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl hat die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Rheinland-Pfalz mit wohnungspolitischen Sprecherinnen und -sprechern aus dem Landtag gesprochen. Eingeladen waren Carina Wächter (CDU), Dr. Lea Heidbreder (Grüne), Steven Wink (FDP) und Markus Stein (SPD). Wesentliche Themen im Mainzer Zentrum Baukultur waren die Situation der Wohnraumförderung, die Vereinfachung von Baustandards und das generationengerechte Wohnen. Grundlage war das Positionspapier der sozial orientierten Wohnungswirtschaft zur Landtagswahl und die Wahlprogramme der vertretenen Parteien. Das Gespräch führten VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter, VdW-südwest-Vorstand Dr. Axel Tausendpfund und Thomas Bauer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen.
- Landespolitik RLP
Vereinbarung "Besser bauen. Für alle." unterschrieben
Auf einer Baustelle zur seriellen Sanierung eines Wohngebäudes in Trier haben Vertreter wurde die neue Vereinbarung "Besser bauen. Für alle." des rheinland-pfälzischen Bündnisses Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz unterschrieben. Gemeinsam mit Finanzministerin Doris Ahnen setzten VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, ihre Unterschrift unter das Papier, welches das Bauen in Rheinland-Pfalz günstiger machen soll. Die serielle Sanierung, wie sie die gbt Wohnungsbau und Treuhand AG an der Hohenzollernstraße in Trier in Holz ausführen lässt, ist eine vielversprechende innovative Technik, um bei der energetischen Ertüchtigung von Gebäuden Kosten zu sparen und so bezahlbare Mieten und klimagerechtes Wohnen in Einklang zu bringen. Bauinnovationen sind ein Themenfeld der Vereinbarung, die weiteren lauten: Baurecht, Bautechnik, Bauprozesse und Baukultur. In der Vereinbarung wird das Arbeitsprogramm des Bündnisses Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz beschrieben, das seit 10 Jahren existiert und dessen Bündnispartner der VdW Rheinland Westfalen seit Gründung ist.
- Veranstaltung
Blick in den Maschinenraum des RLP-Bündnisses "Bezahlbares Wohnen"
Das Bündnis Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz arbeitet gerade an einer Vereinbarung, wie das Bauen günstiger werden soll, Qualität aber zugleich erhalten bleibt. Beim Wohnungspolitischen Gespräch der sozial orientierten Wohnungswirtschaft mit der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Doris Ahnen in Mainz konnten die Gäste am 23. September 2025 live verfolgen, wie die Diskussionen im Bündnis geführt werden. Der Abend zeigte: Über das Ziel, günstigeres Bauen zu ermöglichen, sind sich alle einig, der Teufel steckt dann aber noch im Detail. Das Leitmotiv des Abends setzte Adalbert Fettweiß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen, gleich zu Beginn: "Wir werfen heute Abend einen Blick in den Maschinenraum des Bündnisses", sagte er in seiner Begrüßungsrede im Zentrum Baukultur. In den Maschinenraum, in dem derzeit das Programm "Besser bauen. Für alle." erarbeitet wird. Dessen fünf Handlungsfelder beschrieb Finanzministerin Doris Ahnen: Baurecht, Bautechnik, Bauprozesse, Bauinnovation und Baukultur. In jedem dieser Felder sollen Maßnahmen vereinbart werden, die Bauen kostengünstiger machen und zugleich Qualität sichern. Finanzministerin Doris Ahnen sagte: "Den Anfang haben wir mit der Reform der Landesbauordnung schon gemacht." Wobei das Papier, das noch dieses Jahr unterzeichnet werden soll, aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft zugleich zeigt: "Nach der Landesbauordnung ist vor der Landesbauordnung." Sprich: Die im September 2025 vom Landtag beschlossene Bauordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung, es sollten aber noch weitere folgen. Ausgangspunkt des aktuellen Diskussionsprozesses im Bündnis ist der sogenannte "Hamburg-Standard". Das hanseatische Bundesland hatte in einem aufwendigen Prozess Maßnahmen zur Kostenreduktion im Bauen ermittelt. Diese Maßnahmen werden nun für Rheinland-Pfalz quasi übersetzt, denn "Hamburg ist nicht Rheinland-Pfalz", wie Adalbert Fettweiß feststellte. Weder was die Sie
- Landespolitik RLP
Fachreise "Bezahlbares Wohnen": Ein Tag zum Mutmachen
Wenn alle einem Strang ziehen, kann es schnell gehen – auch beim Bauen. Das ist eine wesentliche Erkenntnis der Fachreise "Bezahlbares Wohnen" mit Finanzministerin Doris Ahnen, die am 10. Juli 2025 an drei verschiedene Orte in Rheinland-Pfalz führte, immer aber an Orte des Bezahlbaren Wohnens. Organisiert hatten die Reise der VdW Rheinland Westfalen, der VdW südwest, die Architektenkammer Rheinland-Pfalz und das rheinland-pfälzische Finanzministerium. Es war bereits die siebte Auflage einer solchen Fachreise. "Als Chef eines Wohnungsunternehmens hat mir diese Reise heute Mut gemacht", fasste Adalbert Fettweiß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen am Abend den Verlauf der Fachreise zusammen. "Baugenehmigungen kann es innerhalb weniger Monate geben, Probleme werden im Gespräch mit allen Beteiligten gelöst", sagte er mit Blick auf die Projekte in Trier, Ingelheim und Mainz, welche die Reisegruppe um Finanzministerin Doris Ahnen an diesem Tag besucht hatten.
- KSG Birkenfeld
Aus "Feldwebelhäusern" werden Wohnungen
Der Wohnpark im Schönenwald soll ein Neustart sein. Ein Neustart für das ehemalige Kasernengelände am Rande Birkenfelds und ein neues Kapitel für die Firmengeschichte der KSG Kreissiedlungsgesellschaft Birkenfeld GmbH. 2017 verließ die Bundeswehr die Heinrich-Hertz-Kaserne in Birkenfeld, eine geschichtliche Zäsur für die Stadt. 2022 erwarb die Entwicklungsgesellschaft Heinrich Hertz Campus Birkenfeld mbH, an der auch die Stadt Birkenfeld beteiligt ist, das Gelände. Ziel der Entwicklung ist es, das Gebiet in die Stadt zu integrieren, ein lebendiges Quartier soll entstehen, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbindet. Einer der ersten sichtbaren Punkte, die diese Entwicklung vorantreiben sollen, ist die Sanierung der "Feldwebelhäuser" am Eingang der alten Kaserne. Und darum kümmert sich die KSG. Sie setzt damit das erste Zeichen für die Konversionsfläche. Für die KSG selbst öffnet sich damit ein neues Kapitel. Denn die Wohnungen im bisherigen Bestand der KSG sind zum größten Teil für Menschen gedacht, die sich sonst aufgrund ihrer Einkommenssituation kaum auf dem Wohnungsmarkt bedienen könnten. Die Durchschnittsmiete liegt bei 4,70 Euro. Im Wohnpark im Schönenwald entstehen auch keine Luxuswohnungen, aber für Familien mit mittlerem Einkommen. Wie hoch der Mietpreis im Jahr 2026 sein wird, wenn das Projekt abgeschlossen ist, kann KSG-Geschäftsführer Michael Schunck noch nicht sagen. "Klar ist: Das Objekt wird sich wirtschaftlich selbst tragen müssen, um auf der anderen Seite die notwendigen Investitionen in einen klimaneutralen Gebäudebestand stemmen zu können", sagt er. Denn auch die übrigen 600 Wohnungen wird die KSG so sanieren müssen, dass sie klimagerecht sind.
- Arbeitsgemeinschaft RLP
Adalbert Fettweiß neuer Vorsitzender in Rheinland-Pfalz
Adalbert Fettweiß ist am 10. Dezember 2024 von der Vollversammlung rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen in Mainz zum neuen Vorsitzenden bestimmt worden. Der Geschäftsführer der Koblenzer Wohnbau war bereits im Mai vom Arbeitsausschuss der Arbeitsgemeinschaft kommissarisch in das Amt gewählt worden. Nun folgte die offizielle Bestätigung durch die Mitglieder. In der Arbeitsgemeinschaft sind alle rheinland-pfälzischen Wohnungsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen und des VdW südwest vertreten. Neben der Wahl standen bei der Vollversammlung, die einmal im Jahr stattfindet, vor allem die am Januar 2025 geltenden neuen Wohnraumförderbedingungen in Rheinland-Pfalz im Mittelpunkt. Aufgrund der enorm hohen Anzahl an Förderanträgen, die zu einem Aufzehren der Haushaltsmittel führt, kürzt die Landesregierung unter anderem die Tilgungszuschüsse und hebt die Zinsen auf ein Prozent an. Im Gegenzug werden die Bewilligungsmieten erhöht. Gleichzeitig werden alte Anträge nur noch nach dem aktuellen Programm bewilligt, wenn genehmigterweise bereits mit dem Bau begonnen wurde. Die Wohnungswirtschaft hat das Vorgehen stark kritisiert. Auf dem Programm der Vollversammlung standen zudem die aktuellen bundes- und landespolitischen Entwicklungen, dargestellt von VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, sowie die künftig immer stärkere Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Gewährung von Bankkrediten.
- Zeitreise
75 Jahre soziale Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz
In einer Zeit, die von den Wirren des Zweiten Weltkriegs gezeichnet war, stand der Wohnungsbau vor der dringenden Notwendigkeit, in kürzester Zeit den Bedarf an menschenwürdigem Wohnraum zu decken. Das waren die Anfänge des sozialen Wohnungsbaus in der Bundesrepublik Deutschland, auch in Rheinland-Pfalz. Doch wie hat sich die Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz in den letzten 75 Jahren entwickelt und verändert? Die Ausstellung „Zimmer. Küche. Bad. Balkon. – 75 Jahre soziale Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz“, präsentiert von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium der Finanzen, lud die Besucher zu einer Zeitreise durch die Jahrzehnte der Wohnraumförderung ein. In den 1950er- und 1960er-Jahren war der Wohnungsbau geprägt von der Wohnungsnot der Nachkriegszeit. Projekte wie die Ernst-Reuter-Siedlung in Ludwigshafen entstanden schnell und preiswert, um der großen Nachfrage nach angemessenem Wohnraum gerecht zu werden. Um eine höhere Wohnqualität und einen zeitgemäßen technischen Standard zu gewährleisten, wurde in den 1970er-Jahren der soziale Wohnungsbau verstärkt gefördert. Bauvorhaben wie in Speyer legten so den Fokus auf die langfristige Bereitstellung von sozialem Mietwohnraum.