Wer Anpassungen an den Klimawandel fördert
Der Bund hat mit seinem Umweltprogramm (KfW 204) die Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, zum Beispiel Schutz vor Starkregen, eingeführt. Antragsberechtigt sind hier auch Wohnungsunternehmen mit einer Kredithöhe von bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben und zwei Jahren Tilgungsfreiheit, auch Tilgungszuschüsse sind je nach Unternehmensgröße vorhanden. Die Förderung ist kombinierbar mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
Wer ein ganzes Quartier überplanen möchte, konnte bis vor Kurzem in Kooperation mit der Kommune auf Mittel aus der Förderung zur energetischen Stadtsanierung hoffen. Der Bund hat diese Förderung allerdings zum Haushaltsjahr 2024 eingestellt. Weiterhin finanziert wird aber die Städtebauförderung: Befinden sich die eigenen Bestände in einer entsprechenden Gebietskulisse, könnte hier eine Förderung möglich sein.
Auf Landesebene ist das Wassermanagement ein Baustein der Wohnraumförderung. In der Neubau- und der Bestandsförderung können Elemente zum Wassermanagement, wie Bodenentsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung, Retentionsflächen, Zisternen und Rigolen, mitgefördert werden. Auch das Programm KlimaQuartier.NRW beinhaltet einen Baustein zum Regenwassermanagement im Quartier.
Die Emschergenossenschaft fördert mit dem Programm „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KriS) Maßnahmen und Machbarkeitsstudien zur Mulden-Rigolen-Versickerung, Baumrigolen, extensive Dachbegrünung, Fassadenbegrünung mit Versorgung über Niederschlagswasserzisterne, Niederschlagswasserzuführung zum Gewässer und Baumpflanzungen mit Versorgung über Niederschlagswasser, bei noch nicht begonnener Planung im Gebiet des Regionalverbands Ruhr auf Flächen, die vor 1996 an die Mischwasserkanalisation angeschlossen wurden. Sie greift, wenn keine andere Förderung greift. Die Maßnahme kann in dem Zuge eine Förderung von bis zu 90 Prozent erhalten. Für kommunale Maßnahmenträger sogar 100 Prozent.
Auch immer mehr Kommunen unterstützen mit konkreten Förderungen zum Wassermanagement oder Zisternenkauf die Entwicklung von wassersensiblen Quartieren. Duisburg hat dazu eine eigene Regenagentur. Ein Blick auf die Internetseiten der Kommunen kann sich folglich lohnen.
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