Wohnungspolitik
- Verbandstag 2025
Gespräche in Zeiten politischen Wandels
Für die sozial orientierte Wohnungswirtschäft ändern sich derzeit die politischen Rahmenbedingungen. Und von denen ist sie abhängig, wenn sie ihrer Aufgabe, bezahlbare Wohnungen bereitzustellen, nachkommen will. Auf Bundesebene geht die neue Bundesregierung einige Reformen an, wie etwa den so genannten "Wohnungsbauturbo", um günstiges Bauen wieder zu ermöglichen. Und in den Städten und Gemeinden wurden am 14. September die Räte neu gewählt. Der VdW-Verbandstag am 10./11. September 2025 stand so ganz im Zeichen des politischen Wandels und der Frage, ob mit der neuen Bundesregierung auch ein Neustart verbunden ist. Gesprächsthemen gab es unter den Verbandstagsteilnehmenden also genug - und Gesprächsbedarf auch, wie die Analyse der politischen Kultur in Deutschland von Prof. Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilian-Universität in München zeigte. Denn 59 Prozent der Deutschen trauen einer forsa-Umfrage zufolge keiner Partei zu, die wesentlichen Probleme der Bürgerinnen und Bürger zu lösen.
- Arbeitsgemeinschaft RLP
Adalbert Fettweiß neuer Vorsitzender in Rheinland-Pfalz
Adalbert Fettweiß ist am 10. Dezember 2024 von der Vollversammlung rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen in Mainz zum neuen Vorsitzenden bestimmt worden. Der Geschäftsführer der Koblenzer Wohnbau war bereits im Mai vom Arbeitsausschuss der Arbeitsgemeinschaft kommissarisch in das Amt gewählt worden. Nun folgte die offizielle Bestätigung durch die Mitglieder. In der Arbeitsgemeinschaft sind alle rheinland-pfälzischen Wohnungsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen und des VdW südwest vertreten. Neben der Wahl standen bei der Vollversammlung, die einmal im Jahr stattfindet, vor allem die am Januar 2025 geltenden neuen Wohnraumförderbedingungen in Rheinland-Pfalz im Mittelpunkt. Aufgrund der enorm hohen Anzahl an Förderanträgen, die zu einem Aufzehren der Haushaltsmittel führt, kürzt die Landesregierung unter anderem die Tilgungszuschüsse und hebt die Zinsen auf ein Prozent an. Im Gegenzug werden die Bewilligungsmieten erhöht. Gleichzeitig werden alte Anträge nur noch nach dem aktuellen Programm bewilligt, wenn genehmigterweise bereits mit dem Bau begonnen wurde. Die Wohnungswirtschaft hat das Vorgehen stark kritisiert. Auf dem Programm der Vollversammlung standen zudem die aktuellen bundes- und landespolitischen Entwicklungen, dargestellt von VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, sowie die künftig immer stärkere Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Gewährung von Bankkrediten.