Statistik
- Draufgeschaut
Es war einmal eine Tanne
1990 glich die sogenannte Bevölkerungspyramide einem Tannenbaum: Etwa zwei Drittel der deutschen Bevölkerung war dem Statistischen Bundesamt zufolge zwischen 20 und 66 Jahre alt, sie bildeten die unteren dichten Zweige. Deren Spitze bildeten die Über-67-Jährigen. Bis zum Jahr 2070 wird die Alterspyramide in Deutschland Prognosen zufolge nichts mehr mit einem Baum zu tun habe. Der eine oder andere sieht in dem Aufbau eher einen Dönerspieß. Zugrunde liegen dieser Grafik die Berechnungen der moderaten Variante (was Geburtenhäufigkeit und Lebenserwartung angeht) des Statistischen Bundesamts. Blickt man auf Nordrhein-Westfalen, geht IT.NRW für 2070 übrigens von 4,35 Millionen Über-67-Jähriger aus, die einen Anteil von 24,98 Prozent in der Bevölkerung ausmachen. 2021 lag deren Anteil noch bei 18,95 Prozent. Der Anteil der Alten wird groß und größer.
- Draufgeschaut
Stadt und Land
Die Bedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen und -genossenschaften Aufgaben für die Allgemeinheit erfüllen, könnten unterschiedlicher kaum sein. Ein Blick in Großstädte, wie beispielsweise Köln, zeigt, dass Bauland knapp und Mieten hoch sind. Und die Prognose lautet: Es kommen noch mehr Einwohner hinzu. Auf dem Land hingegen, hier exemplarisch der Hochsauerlandkreis, kämpfen die Gemeinden darum, ihre Einwohnerstärke zu halten, doch vor allem ältere Menschen bleiben. Der Leerstand ist hoch. Klimaneutrales Wohnen soll gleichwohl auch auf dem Land realisiert werden.
- Neubaukrise
Baugenehmigungen im freien Fall und weiterhin zurückgehende Anträge: Der Bauüberhang wächst, bezahlbare Wohnungen werden auf angespannten Wohnungsmärkten noch knapper.
Im September 2023 wurden mit einem Minus von 29,7 Prozent erneut deutlich weniger Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahresmonat. Das zeigen im November 2023 veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes.