Statistik
- Statistik
Baumaterialien verteuern sich enorm
Die Sperrung der Straße von Hormus führt zu einer starken Verteuerung von Baumaterialien. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind insbesondere im Mai 2026 zahlreiche Baustoffe im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich teurer geworden. Nach Angaben der Behörde zeigen sich die stärksten Preissteigerungen vor allem bei solchen Materialien, deren Herstellung besonders energieintensiv ist oder die auf Erdöl basieren. So verteuerte sich Bitumen – ein wichtiger Baustoff etwa für die Abdichtung von Gebäuden – im Mai 2026 um 31,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch andere energieintensive Produkte legten deutlich zu. Flachglas, das unter anderem für Fenster und Fassaden verwendet wird, verteuerte sich um 15,4 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die besondere Bedeutung von Energie- und Rohstoffkosten für die Preisentwicklung im Bausektor. Neben energieintensiven Materialien waren auch Holzprodukte erheblich teurer als ein Jahr zuvor.
- Statistik
Diese Kommunen haben 2025 in NRW die meisten Bauten genehmigt
Münster war 2025 die aktivste Kommune in NRW, was die Genehmigung von neuen Wohnungen betrifft. Die so genannte Baugenehmigungsquote, die aussagt wie viele Genehmigungen pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ausgesprochen werden, lag hier bei 56,9. Das geht aus einer Auswertung von IT.NRW hervor. Schlusslicht in dieser Statistik ist Bottrop mit einer Quote von 6,8. Auf Platz zwei in dem Ranking liegt der Kreis Steinfurt mit einer Quote von 49,8 und die Stadt Düsseldorf mit 48,6. Neben Bottrop schneiden Remscheid (7,1) und Hagen (7,8) schlecht in der Statistik ab. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr in NRW der Bau von 44.905 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zu 2024. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden mit drei und mehr Wohnungen um 4,8 % (+1.128 Wohnungen) auf 24.555 und bei Ein- und Zweifamilienhäusern um 16,6 % (+1.310 Wohnungen) auf 9.191 Wohnungen. Naturgemäß bilden diese Zahlen aber noch nicht die Auswirkungen des Irankriegs ab, er Ende Februar 2025 ausgebrochen ist. Es wird erwartet, dass in seiner Folge unter anderem die Preise für Baumaterialien steigen, was zu einem erneuten Rückgang der Bauprojekte führen könnte.
- Draufgeschaut
Es war einmal eine Tanne
1990 glich die sogenannte Bevölkerungspyramide einem Tannenbaum: Etwa zwei Drittel der deutschen Bevölkerung war dem Statistischen Bundesamt zufolge zwischen 20 und 66 Jahre alt, sie bildeten die unteren dichten Zweige. Deren Spitze bildeten die Über-67-Jährigen. Bis zum Jahr 2070 wird die Alterspyramide in Deutschland Prognosen zufolge nichts mehr mit einem Baum zu tun habe. Der eine oder andere sieht in dem Aufbau eher einen Dönerspieß. Zugrunde liegen dieser Grafik die Berechnungen der moderaten Variante (was Geburtenhäufigkeit und Lebenserwartung angeht) des Statistischen Bundesamts. Blickt man auf Nordrhein-Westfalen, geht IT.NRW für 2070 übrigens von 4,35 Millionen Über-67-Jähriger aus, die einen Anteil von 24,98 Prozent in der Bevölkerung ausmachen. 2021 lag deren Anteil noch bei 18,95 Prozent. Der Anteil der Alten wird groß und größer.
- Draufgeschaut
Stadt und Land
Die Bedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen und -genossenschaften Aufgaben für die Allgemeinheit erfüllen, könnten unterschiedlicher kaum sein. Ein Blick in Großstädte, wie beispielsweise Köln, zeigt, dass Bauland knapp und Mieten hoch sind. Und die Prognose lautet: Es kommen noch mehr Einwohner hinzu. Auf dem Land hingegen, hier exemplarisch der Hochsauerlandkreis, kämpfen die Gemeinden darum, ihre Einwohnerstärke zu halten, doch vor allem ältere Menschen bleiben. Der Leerstand ist hoch. Klimaneutrales Wohnen soll gleichwohl auch auf dem Land realisiert werden.