Innovation
- EBZ PropTech Days 2025
Die Zukunft der Wohnungswirtschaft – Smart, digital, innovativ!
Wie können praxisorientierte digitale Lösungen für die Wohnungswirtschaft aussehen? Am 29. und 30. Oktober 2025 fand die Premiere der EBZ PropTech Days in Bochum statt. Die Veranstaltung, unterstützt vom VdW Rheinland Westfalen, bot eine Plattform für PropTechs, Start-ups und etablierte Wohnungsunternehmen, um innovative Ansätze für die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Branche vorzustellen. Der erste Veranstaltungstag bot mehrere Best Practice Sessions, die sich auf intelligente Gebäude, Baulösungen und Immobilienbewirtschaftung konzentrierten. Im Mittelpunkt standen praxiserprobte Ansätze, die Digitalisierung greifbar machen und den Dialog zwischen Innovation und Wohnungswirtschaft fördern. Ein Praxisbeispiel aus Wuppertal präsentierte die GWG Wuppertal mbH: In der Session zur digitalen Transformation von Bauprojekten zeigte die GWG, wie durch den Einsatz von Leo-Software die Sanierung von Leerständen beschleunigt und Ressourcen effizienter eingesetzt werden. In der Session zur digitalen Transformation von Bauprojekten zeigte die GWG, wie durch den Einsatz von Leo-Software die Sanierung von Leerständen beschleunigt und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.
- Innovation und Technik
Energiesprong on Tour in Düsseldorf
Am 30. Juni machte die „Energiesprong on Tour“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) Halt in Düsseldorf – bei strahlendem Sonnenschein und mit über 120 Teilnehmenden aus Wohnungswirtschaft, Politik und Fachöffentlichkeit. Im Fokus standen drei Sanierungsprojekte in der NRW-Landeshauptstadt, die zeigen, wie serielles Sanieren in der Praxis gelingt. Den Auftakt bildete das Corelli-Quartier im Düsseldorfer Süden. Hier modernisiert die Rheinwohnungsbau GmbH insgesamt 16 Mehrfamilienhäuser aus den 1970er-Jahren mit rund 140 Wohneinheiten. Das Sanierungskonzept setzt auf vorgefertigte Fassadenelemente, neue Loggien mit beweglichen Verglasungen – die sich bei Bedarf in Wintergärten verwandeln –, integrierte Photovoltaikanlagen sowie ein durchdachtes Mieterstrommodell. Die Sanierung erfolgt abschnittsweise: Während erste Bauphasen bereits abgeschlossen sind, laufen andere aktuell oder stehen kurz vor dem Start. Besonders eindrucksvoll: Vor Ort konnten die Gäste live verfolgen, wie Fassadenelemente präzise montiert wurden. Geschäftsführer Thomas Hummelsbeck machte Mut: Wohnungsunternehmen könnten mit den richtigen Partnern neue Wege gehen.
- Klimaschutz in Serie
Serielles Sanieren: Einfach, schön, schnell und gut
„Die Kosten müssen runter“, mit diesen Worten begrüßte Volker Wiegel, COO der LEG Immobilien SE am 20. August 2024 rund 100 Gäste am Firmensitz in unmittelbarer Nähe zum Düsseldorfer Flughafen. Zusammengekommen waren sie, um sich in der Praxis anzuschauen, wie es um die Serielle Sanierung, die einfaches, schönes, schnelles und gutes Modernisieren verspricht, bestellt ist.
- Zukunft Wohnen/Bauen
Die Wohnungswirtschaft als Innovationstreiber
Teures Bauen und Modernisieren führt zu höheren Mieten in den neu geschaffenen bzw. modernisierten Wohngebäuden. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft versucht mit innovativen Baumethoden gegenzusteuern und Baukosten zu senken – beispielsweise durch 3D-Druck oder serielle Sanierung.
- VdW-Forum Wohnungswirtschaft 2024
Neubau neu und Digitalisierung zu Ende denken
Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft sucht auf dem VdW-Forum Wohnungswirtschaft 2024 Auswege aus der Wohnungsbaukrise. Die Baukosten sind hoch, die Anzahl der Baugenehmigungen bricht ein. Und die Bundesregierung, so die Analyse von VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter vor den etwa 400 Teilnehmenden in Düsseldorf, „macht nicht den Eindruck, dass sie die Situation auf dem Wohnungsmarkt ernst nimmt“. Die Branche diskutiert: Wie lässt sich der Neubau neu und die Digitalisierung zu Ende denken?
Dass am Ziel der Klimaneutralität nicht gerüttelt werden darf, machte Prof. Petra Riegler-Floors in ihrer Keynote am ersten Veranstaltungstag deutlich: „Schon jetzt sind wir bei der Erderwärmung um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter – dem Wert, den wir verhindern wollten.“ Das sei auch eine Folge des Bausektors, der für 38 Prozent der Kohlendioxidemissionen verantwortlich sei. Was also tun?
Laut Prof. Riegler-Floors sollte man auf Beton verzichten und beispielsweise auf kreislauffähige und bestenfalls nachwachsende Baustoffe wie Holz und Lehm setzen. Denn wenn man schon bauen müsse, dann mit so wenig Material und auf so kleiner Fläche wie möglich. Doch geht das auch bezahlbar? Denn hohe Baukosten führen auch zu höheren Mieten.
- 3D-Druckverfahren
Wohnen aus dem Drucker?!
Ein öffentlich gefördertes Mehrfamilienhaus, das mit 3D-Drucktechnologie zur Realität wird – die Mitgliedsgenossenschaft WBG Lünen erprobt das innovative Verfahren, in dem die Wände nicht Stein für Stein gebaut, sondern Bahn für Bahn gedruckt werden. Die VdW-Mitgliedsgenossenschaft ist dabei ein echter Innovationstreiber, es ist das erste gedruckte Mehrfamilienhaus in Nordrhein-Westfalen. Das innovative Verfahren wird dabei mit traditionellen handwerklichen Techniken kombiniert: Die Teilunterkellerung erfolgte bereits im August in klassischer Bauweise, die Etagen werden seit Mitte September mithilfe des 3D-Druckers erstellt. Abschließend wird das Gebäude mit einem Dachgeschoss aus Holz fertiggestellt. Das Neubauprojekt entsteht derzeit nahe der Lippeauen, im Lüner Geistviertel, nur wenige Meter von den ältesten Wohnobjekten der WBG Lünen entfernt. Das 3D-Druck-Haus wird über sechs barrierefreie Wohneinheiten verfügen, die für Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein vorgesehen sind.