Baukosten
- Beispielhaft
Wo Barrierefreiheit nur 160.000 mehr kostete
Der WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH aus Düsseldorf ist mit dem Glockenspitz in Krefeld ein Vorzeigeprojekt der Inklusion gelungen, wofür sie 2022 den Bundesteilhabepreis gewonnen hat. Grundlage war barrierefreies Bauen, das gar nicht mal so teuer war, wie WSG-Geschäftsführer Hans-Jörg Schmidt vorrechnet. Der Glockenspitz ist eine vierspurige Einfallstraße in die Krefelder Innenstadt, die am alten Grotenburg-Fußballstadion des KFC Uerdingen vorbeiführt. Zahllose Autos rauschen vorbei. Hier befanden sich noch 90 Wohnungen der WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH aus den 1950er-Jahren, die nicht mehr zeitgemäß waren. Die WSG, die zu 60 Prozent dem VdK Sozialverband Nordrhein-Westfalen und zu 40 Prozent der VBW Bochum gehört, entschied sich dafür, das Wohnquartier komplett inklusiv zu überplanen. In einem mehrstufigen Entwicklungsverfahren wurde ein modernes und barrierefreies Wohnquartier mit insgesamt sechs Mehrfamilienhäusern errichtet, mit Wohnraum für Singles und Paare, kinderreiche Familien, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und moderne Lebensgemeinschaften.
- Zukunft Wohnen/Bauen
Die Wohnungswirtschaft als Innovationstreiber
Teures Bauen und Modernisieren führt zu höheren Mieten in den neu geschaffenen bzw. modernisierten Wohngebäuden. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft versucht mit innovativen Baumethoden gegenzusteuern und Baukosten zu senken – beispielsweise durch 3D-Druck oder serielle Sanierung.
- Neubaukrise
Die Folgen der steigenden Baukosten
Niels Klein, Vorstand der Düsseldorfer Spar- und Baugenossenschaft eG (DüBS), kämpft in einem Quartiersprojekt mit den hohen Baukosten. Unter schwierigen Bedingungen für bezahlbares Wohnen auf dem angespannten Düsseldorfer Wohnungsmarkt schafft es die VdW-Mitgliedsgenossenschaft, einen Neubau im „Wiesenviertel“ zu realisieren. Der Vorstand der DüBS muss dafür Miethöhen in Kauf nehmen, die er nur zähneknirschend akzeptiert. Im Video mit Alexander Rychter, dem Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, schildert Klein vor Ort auf der Baustelle die Problematik im Spannungsfeld hoher Baukosten, strenger Standards und unsicherer Förderbedingungen.