Arbeitskreis
- Arbeitskreistreffen
Digitale Mieterkommunikation im Blick
Technik vs. Kommunikation, ERP-System vs. Mieterzeitung: In den Arbeitskreisen Wohnungswirtschaft 4.0 und Marketing & PR des VdW Rheinland Westfalen treffen häufig unterschiedliche fachliche Blickwinkel aufeinander. Beim Treffen am 30. Oktober 2025 bei der Vivawest in Gelsenkirchen zeigte sich, wie wertvoll ein Austausch dazu ist. Im Beisein von verschiedenen Anbietern für digitale Lösungen zur Mieterkommunikation fand eine gemeinsame Arbeitskreissitzung statt. Basis war die von beiden Arbeitskreisen entwickelte Handreichung „Digitale Mieterkommunikationsplattformen erfolgreich umsetzen“, die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften bei der Einführung digitaler Kommunikationslösungen unterstützt. Die wichtigste Erkenntnis: Die Zukunft der Wohnungswirtschaft ist digital. Und digitale Mieterportale schaffen Mehrwerte für alle Beteiligten: Anliegen werden, auch unter Einsatz von KI, schneller bearbeitet; Anfragen erreichen direkt die zuständigen Mitarbeitenden; Mitarbeitende werden von Routinearbeiten entlastet; Dokumente und Informationen sind für Mieterinnen und Mieter digital abrufbar; Persönliche Daten können selbst verwaltet werden. Mieterinnen und Mieter ebenso wie Wohnungsunternehmen und -genossenschaften profitieren so von schnelleren Abläufen, mehr Transparenz und verbesserter Kommunikation. Bei der Einführung von digitalen Mieterplattformen und dem Einüben neuer Prozesse müssen Mieterschaft und Mitarbeitende mitgenommen werden.
- Arbeitskreise
„10 Jahre wollten wir nicht warten“
Der VdW Rheinland Westfalen fördert die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, um gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln. Eine zentrale Rolle dabei spielen die Arbeitskreise, in denen fachliche Expertinnen und Experten aus den Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften zusammenkommen, um sich über Themen von strategischer Relevanz auszutauschen, Best Practices zu teilen und neue Entwicklungen und Lösungsansätze zu diskutieren.
Ein erfolgreiches Beispiel dafür stellt die Zusammenarbeit der Mitglieder des Arbeitskreises Berufliche Bildung und Personal dar, der sich vor allem mit dem Fachkräftemangel – eine der größten Herausforderungen der Wohnungswirtschaft – befasst und Strategien zur Personalgewinnung und -entwicklung sowie zur beruflichen Weiterbildung erarbeitet. Im Gastbeitrag erläutert der Arbeitskreisvorsitzende Marc Schröter (GAG Immobilien AG), wie der Arbeitskreis gemeinsam daran gearbeitet hat, die Ausbildung der Immobilienkaufleute um inhaltliche Punkte zu ergänzen, die bislang noch nicht Teil des Ausbildungsrahmens waren, aber dennoch zentral für die passende Ausbildung der Fachkräfte von morgen sind.
- Generationengerechtes Wohnen
Ein Zuhause für Jung und Alt
Die Stadt Nettetal hat keine Universität oder Fachhochschule – und trotzdem betreibt die Baugesellschaft Nettetal ein Studierendenwohnheim im Ortsteil Kaldenkirchen. Die meist einheimischen Studentinnen und Studenten der Hochschule im benachbarten niederländischen Venlo finden hier bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum. Ein guter Grund, um in der 43.000 Einwohner großen Stadt ganz im Westen der Republik zu bleiben – und damit der demographischen Alterung der örtlichen Gesellschaft entgegenzuwirken. Diese gesellschaftliche Entwicklung geht ebenfalls mit einer ansteigenden Nachfrage nach barrierefreien und altersgerechten Wohnungen und Wohnquartieren einher, die auch die sozial orientierte Wohnungswirtschaft wahrnimmt und entsprechend vor Ort Beiträge zum generationengerechten Wohnen leistet.