Kooperation
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Bauland: Kooperation statt Konkurrenz
Sozial orientierte Wohnungsunternehmen sind auf die Hilfe von Städten und Gemeinden angewiesen, wenn sie bezahlbares Wohnen ermöglichen sollen, gerade in der Baulandentwicklung. Städte und Gemeinden sollten dabei über Gemeindegrenzen hinweg zusammenarbeiten. Doch noch ist das selten der Fall. Die aktuellen Wohnungsnachfrageprognosen weisen in Abhängigkeit der jeweiligen Annahmen, insbesondere zur künftigen Auslandswanderung und bestehenden Nachholeffekten, Unterschiede auf. Sichtbar ist allerdings gegenüber den vergangenen Jahren eine demographisch bedingte Abschwächung der Nachfrage. Entscheidend bei der Betrachtung der Knappheiten an den Wohnungsmärkten ist jedoch nicht die durchschnittliche bundesweite Entwicklung, sondern die räumliche Differenzierung. Dabei sind nicht nur die kontrastierenden regionalen Trends zwischen den wachsenden Großstädten und schrumpfenden ländlichen Regionen relevant, sondern insbesondere die Differenzierung innerhalb von Großstadtregionen. Absehbar ist von einer Verstärkung innerregionaler Diskrepanzen auszugehen.
- Beispielhaft
Ein Zuhause fürs Frauenhaus
Wer das Wort „Frauenhaus“ hört, denkt oft an geheime Adressen, abgeschottete Räume, ein Leben im Verborgenen. Jahrzehntelang war das das dominierende Modell in Deutschland: Frauen, die Gewalt erfahren hatten, sollten in der Anonymität geschützt werden. Auch in der ostwestfälischen Stadt Espelkamp gab es ein solches klassisches Frauenhaus. Doch seit 2014 ist hier vieles anders – und das nicht zuletzt dank des Vereins hexenhaus e.V. und der Aufbaugemeinschaft Espelkamp GmbH.Die Aufbaugemeinschaft Espelkamp ist kein typisches Wohnungsunternehmen. Sie entstand Anfang der 1950er-Jahre, als auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik eine völlig neue Stadt gebaut wurde. Wohnungen, Straßen, Müllabfuhr, Schulen – im Grunde wurde die gesamte Infrastruktur in Espelkamp durch die Aufbaugemeinschaft geschaffen. Bis heute prägt diese Gründungsgeschichte ihr Selbstverständnis: Wohnungsbau bedeutet hier auch Stadtentwicklung.„Unsere Gesellschafter sind zur Hälfte das Land NRW und zu je 25 Prozent die Evangelische Kirche von Westfalen und die Diakonie Deutschland. Wir arbeiten wirtschaftlich, aber sind dem Gemeinwohl verpflichtet“, erklärt Geschäftsführer Sascha Golnik. Aus dieser Struktur heraus war es fast selbstverständlich, soziale Aufgaben zu übernehmen. Bereits in den 1980er-Jahren stellte die Aufbaugemeinschaft dem späteren Verein hexenhaus ein kleines, bunt bemaltes Gebäude zur Verfügung, in dem Frauen ehrenamtlich Schutzwohnungen aufbauten. Im Ort wurde es bald spöttisch „Hexenhaus“ genannt. Doch die Gründerinnen ließen sich davon nicht abwerten: Sie nahmen den Namen an, identifizierten sich mit den „Hexen“ der Geschichte – Frauen, die Widerstände überwinden mussten – und machten ihn zum Markenzeichen. „Wir haben uns den Namen angeeignet und mit Stolz getragen. Heute steht das hexenhaus für Stärke und Zusammenhalt“, sagt Maria Köhn, Geschäftsführerin und Vorständin Hilfe für Menschen in Krisensituationen e.V. – hexenhaus. 2014 begann ein neues Kapitel: Gemeinsam mit