Fachreise
- Zukunftsquartiere in Dortmund
Brücken bauen zwischen Politik und Wohnungswirtschaft
Wie gelingen klimaneutrale Quartiere, soziale Teilhabe und bezahlbares Wohnen zugleich? Dieser Frage widmete sich am 24. Oktober 2025 die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Poschmann MdB bei einer Fachreise durch drei Dortmunder Zukunftsquartiere. Auf Einladung des VdW Rheinland Westfalen informierte sich die Politikerin gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der sozial orientierten Wohnungswirtschaft über aktuelle Projekte, Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Stadtentwicklung. Der Auftakt führte in das Quartier Menglinghausen der Vonovia SE. Hier steht die ganzheitliche Quartiersentwicklung im Mittelpunkt – von energieeffizienter Modernisierung bis zur Förderung von Nachbarschaft und Teilhabe. Neue Spiel- und Begegnungsflächen, eine enge Zusammenarbeit mit sozialen Trägern wie AWO und SSB Dortmund sowie der Einsatz moderner Energielösungen zeigen, wie Klimaschutz und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können. Anschließend besuchte die Delegation die Klimaschutzsiedlung Ewige Teufe des Spar- und Bauvereins eG. Das Quartier gilt als Vorzeigeprojekt für nachhaltiges und inklusives Wohnen: fünf Wohnhäuser, 37 Wohnungen – davon 13 öffentlich gefördert – erfüllen den hohen Effizienzhausstandard 40 Plus (KfW 40+). Ein barrierefreies Apartmenthaus ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigungen selbstbestimmtes Wohnen. Mit rund 7,8 Millionen Euro öffentlicher Förderung ist das Projekt Teil des Landesprogramms „100 Klimaschutzsiedlungen NRW“.
- Kommunalpolitische Sommertour
Wege zu Klimaneutralität und bezahlbarem Wohnen im Quartier
Ob vor Ort bezahlbare Wohnungen entstehen können, haben zu einem guten Teil die Kommunen in der Hand. Der VdW Rheinland Westfalen besuchte deshalb am 20. und 21. August 2025, im Vorfeld der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl, die am 14. September 2025 stattfinden wird, in neun Städten Projekte von Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des Verbands. Im persönlichen Austausch mit Verantwortlichen aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik ging es darum, wie bezahlbares und klimaneutrales Wohnen vor Ort gelingen kann. Geeignete Fördermittel, ausreichend Bauland zu bezahlbaren Preisen, die klimagerechte Ertüchtigung von Beständen aus den 50er, 60er oder 70er Jahren, bezahlbare Neubauten, bürokratische Vereinfachungen, Digitalisierung und vor allem bezahlbare Mieten waren die Themen, die dabei am häufigsten zur Sprache kamen – gleich ob bei Genossenschaften, kommunalen oder privatwirtschaftlichen Wohnungsunternehmen. Die Sommerreise unter dem Titel „Wege zur Klimaneutralität im Wohnquartier – wie geht es bezahlbar?“ führte nach Grevenbroich, Tönisvorst, Düsseldorf, Mülheim, Velbert, Wuppertal, Witten, Schwerte und Dortmund. Der Bau mit Holz, serielles Bauen, serielles Sanieren, innovative Quartierskonzepte, für all das stehen die ausgewählte Projekte, die zeigen, dass die sozial orientierte Wohnungswirtschaft bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, dafür aber verlässliche Rahmenbedingungen und kommunale Unterstützung benötigt.