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Pressestatement

NRW-Wohnungswirtschaft zu Baugenehmigungszahlen: „Ein Hoffnungsschimmer für NRW! Jetzt gilt es, aus den Genehmigungen auch tatsächlich fertige Wohnungen zu schaffen."

18. November 2025

Die heute veröffentlichten Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für den Zeitraum Januar bis September 2025 zeigen einen deutlichen Anstieg: Insgesamt wurden 175.600 Wohnungen genehmigt, das waren 11,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders wichtig ist das Plus im Mehrfamilienhausbau. Hier wurden bis September 93.100 Wohnungen genehmigt – ein Anstieg um 13 Prozent.

Dazu erklärt Alexander Rychter, Direktor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen:

„Die aktuellen Zahlen machen Mut, dass sich der Markt wieder belebt. Denn kein anderes Wohnungsbausegment steht so stark für den bezahlbaren Wohnraum wie der Mehrfamilienhausbau. Gleichzeitig bleibt klar: Wir kommen auf Bundesebene von einem sehr niedrigen Niveau. Der kräftige Anstieg von fast 60 Prozent bei den Baugenehmigungszahlen mit Blick allein auf den Monat September 2025 ist maßgeblich auf den sehr schwachen Vorjahresmonat 2024 zurückzuführen, als aufgrund eines historischen Tiefstands nur 15.300 Wohnungen genehmigt wurden.

Auch in NRW wurde zuletzt gegengesteuert. Bei Mehrfamilienhäusern mit drei und mehr Wohnungen lag der Zuwachs bei 2,9 Prozent, damit wurden im ersten Halbjahr 2025 12.286 Wohnungen genehmigt. In drei der fünf Regierungsbezirke des Landes war die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen höher als im ersten Halbjahr 2024. Prozentuale Zuwächse ermittelte das Statistische Landesamt für den Regierungsbezirk Detmold (3.172 genehmigte Wohnungen; +8,7 %), gefolgt von Köln (5.536; +8,1 %) und Münster (3.655; +1,4 %). Die Zahlen zeigen, dass Politik sehr wohl etwas bewirken kann – vor allem mit einer stabilen Wohnraumförderung. Wo die Rahmenbedingungen stimmen, bleibt der Wohnungsbau im Spiel. Es braucht Planungssicherheit, Verlässlichkeit und einen starken Förderrahmen.

Viele unserer Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften haben fertige Bauanträge in der Schublade, aber sie können sie unter den derzeitigen Bedingungen schlicht nicht realisieren: Die Baukosten und -standards sind unverändert zu hoch, das Zinsumfeld bleibt schwierig. Das hat zur Folge, dass die Mieten im freifinanzierten Wohnungsbau einfach zu hoch sind. Die derzeit steigenden Genehmigungszahlen sind ein Hoffnungsschimmer: Was heute genehmigt wird, sind die fehlenden bezahlbaren Wohnungen der Zukunft. Aber eines gilt auch: Damit aus den Baugenehmigungen fertige Wohnungen werden, gilt es konsequent Kurs zu halten.“

Weitere Informationen finden Sie in den Pressemeldungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen: www.destatis.de und www.gdw.de.

Kontakt

Für Sie da:

Laura Brinkmann
Presse- und Medienreferentin
Tel.: 0211 16998-677
Friedrich-Alexander Flatters
Sozialpolitik, Statistik, Demographie und Veranstaltungen
Tel.: 0211 16998-41