thema der Wohnungswirtschaft
N°1 – Der perfekte Sturm

Jahresbericht 2025/26

des VdW Rheinland Westfalen

Quelle: erstellt mit ChatGPT

Rückschlag statt Aufschwung

Statistische Daten hatten Anlass zur Hoffnung gegeben, dass die Wohnungsbaukrise ihren Tiefpunkt überschritten haben würde: Zwischen Sommer 2025 und Frühjahr 2026 stagnierten die Bauzinsen und die Preise für wesentliche Baumaterialien, die Baugenehmigungszahlen stiegen, wenn auch auf niedrigem Niveau. Für alle, die bezahlbares Wohnen ermöglichen wollen, waren das Lichtblicke. Denn mehr Wohnungen könnten den Anstieg der Mieten in den Großstädten dämpfen. Doch die Hoffnung währte nicht lange. Mit dem Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026 zeichnet sich eine neue Teuerungswelle ab, die die Mitglieder des VdW Rheinland Westfalen im Sommer 2026 bereits spürten. Immerhin nahm nun auch die Politik den Kampf gegen die Baukosten auf und ging entsprechende Reformen an. 10,7 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohngebäude im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr vermeldete das Statistische Landesamt IT.NRW am 25. Februar 2026 für Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Roland Baege

Unterwegs auf dem Klimapfad

Der Klimapfad ist auf dem Papier klar definiert – in der Praxis stellt er Wohnungsunternehmen und -genossenschaften vor komplexe Herausforderungen. Prüfungsdirektor Dr. Daniel Ranker und sein Nachhaltigkeitsteam begleiten zahlreiche Mitglieder auf ihrem Weg zur Klimaneutralität und beraten sie bei strategischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen. Bei zwei Genossenschaften, die Dr. Ranker vor kurzem besuchte, wurde deutlich, was das konkret bedeutet: hohe Investitionen, langfristige Finanzierungsfragen – und die zentrale Herausforderung, Klimaschutz und bezahlbare Mieten miteinander zu vereinbaren. Es ist still unterm Dach, nur ein leises Surren ist zu hören. Wo früher massive Gaskessel standen, arbeiten heute neue Aggregate, sauber verkabelt, digital überwacht. Für die Mettmanner Bauverein eG beginnt der Klimapfad mit solchen Momenten: Wenn alte Technik verschwindet – und mit ihr ein Stück Vergangenheit. Ganz vergessen machen konnte die Genossenschaft ihre Geschichte an der Magdeburger Straße jedoch nicht. Und wollte sie auch nicht: Heute sorgt eine hocheffiziente Wärmepumpe an selber Stelle für die Wärmeversorgung – an jenem Ort, wo Mieterinnen und Mieter, früher wie heute, im Dachstuhl die Wäscheleinen spannen. „Gebaut wurde hier Mitte der 1960er Jahre“, erzählt Vorstandssprecher Thomas Gundlach Dr. Daniel Ranker. „Hängende Gasthermen unterm Dach waren damals keine Seltenheit. Sie sahen aus wie viele größere Etagenheizungen. Die Gasleitungen wurden beim Nachrüsten durch die alten Schächte geführt.“ Gas galt zu dieser Zeit als moderne und platzsparende Alternative zur Kohle. Ein separater Lagerraum für Brennstoffe war nicht mehr nötig, der Schornstein konnte kompakter ausgeführt werden. In vielen älteren Häusern wurde die Kohleheizung in diesen Jahren ebenfalls durch Gas ersetzt. Die Wärmepumpe arbeitet mit einem 1.000 Liter Speicher. Sie entzieht der Luft Wärme und erzeugt Warmwasser. Bei Extremkälte springt eine elektrische Zusatzheizung an. Mit rund 2.100 Wo

Kurze Hoffnung – harte Realität: Baukosten bremsen den Wohnungsneubau in NRW weiter aus

Platzhalter für Jahrespressekonferenz-Pressemitteilung

Jubiläen und Ehrungen

Quelle: Baege/VdW Rheinland Westfalen

"Ständiger Wandel ist die neue Normalität"

Seit fast sechs Jahren ist Marion Sett Präsidentin des VdW Rheinland Westfalen. Im Herbst gibt sie ihr Amt ab, weil eine andere Unternehmenssparte turnusgmäßig die Präsidentschaft übernimmt. Im Interview spricht sie über die krisengeprägte Zeit ihrer Präsidentschaft und darüber, was ihr Mut macht, dass es wieder aufwärts gehen könnte.

32.000 Euro kommen bei Spendenaktion zusammen - ein Blick zurück

Im vergangenen Jahr ist in unserem Spendenprojekt "Gemeinsam Wasser schenken" im namibischen Omatjete ziemlich viel passiert. DESWOS-Projektleiterin Jasmin Geisler berichtet, was mit dem Geld passiert ist, das der VdW Rheinland Westfalen über das gesamte Jahr 2025 gesammelt hat: Vor allem wurde die Wasserversorgung für den Food Forest gesichert, in dem Obst und Gemüse angebaut werden. Eine erste Ernte gab es bereits. Sie kam einem Kindergarten und einem Waisenhaus zugute. Am Ende sind 32.000 Euro zusammengekommen. Der VdW dankt allen Spenderinnen und Spendern, die "Gemeinsam Wasser schenken" unterstützt haben.

Jahresstatistik NRW 2025

So viel Geld wie noch nie hat die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 in die Modernisierung ihrer Bestände investiert. Und auch bei den Investitionen in den Neubau geht der Trend wieder nach oben. Leider aber sorgen die hohen Baukosten dafür, dass durch die konstant hohen Mittel immer weniger neue Wohnungen entstehen. In Folge der hohen Investitionen in klima- und altersgerechte Wohnungen steigt auch die durchschnittliche Nettokaltmiete der VdW-Wohnungsunternehmen und -genossenschaften. Sie liegt aber noch immer unter dem Landesdurchschnitt.

Jahresstatistik RLP 2025

Mit 6,58 Euro pro Quadratmeter bietet sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Rheinland-Pfalz eine Nettokaltmiete an, die deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegt. Aufgrund der Investitionen der vergangenen Jahre in den Bestand und in den Neubau ist die Miete allerdings gestiegen. Die Investitionen lagen auch 2025 schwerpunktmäßig auf dem Bestand. Wenn neu gebaut wird, dann ausschließlich Mietwohnungen.

Bildergalerie

Das Jahr in Bildern

Hier einige Highlights aus dem Berichtszeitraum Juli 2025 bis Juni 2026. Mehr Fotos und Videos gibt es auf unserem  VdW-Instagram-Kanal.

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