Vier Erkenntnisse aus unseren Insta-Lives
Vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026 hat der VdW Rheinland Westfalen die Insta-Lives auf Instagram dazu genutzt, mit Politikerinnen und Politikern im Land über Wohnungspolitik zu sprechen – unter anderem mit Gordon Schnieder, Spitzenkandidat der CDU, und Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landesvorsitzende der SPD. Hier fassen wir die vier wesentlichen Erkenntnisse zusammen, die sich aus ihnen ergeben haben.
Das Live-Gespräch mit interessanten Gesprächspartnerinnen und -partnern auf dem verbandseigenen Instagram-Kanal gehört seit Jahren zu den Medienformaten des VdW Rheinland Westfalen. Vor der rheinland-pfälzischen Landtagswahl waren CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder, SPD-Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler, FDP-Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, SPD-Finanzministerin Doris Ahnen und die baupolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Dr. Lea Heidbreder, zu Gast.
Aus den jeweils etwa zehnminütigen Gesprächen lassen sich einige Erkenntnisse ziehen, hier die „TOP 4“:
1. Bündnis Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz wird fortgeführt
Keiner der Parteien stellt das 2015 gegründete Bündnis Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz in Frage. Dessen Fortführung ist eine wesentliche Position der sozial orientierten Wohnungswirtschaft Rheinland-Pfalz zur Landtagswahl. Auch CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder sagte: „Natürlich halte ich an so einem Bündnis fest.“ Er hätte sich bei der bisherigen Bündnisarbeit aber mehr Erfolg gewünscht.
„Wir müssen uns ehrlich die Frage stellen: Sind die Standards so zwingend notwendig?“
– Daniela Schmitt, Wirtschaftsministerin
2. Nach der Landesbauordnung ist vor der Landesbauordnung
Die Vorschriften für das Bauen einfacher gestalten und damit das Bauen selbst einfacher ermöglichen – darin stimmen alle Parteien überein, die bei den Insta-Lives zu Wort kamen. Besonders weit geht dabei die FDP, indem sie bestimmte Baugenehmigungspflichten abschaffen möchte. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, die zugleich Spitzenkandidatin der FDP ist, sagte: „Wir müssen uns ehrlich die Frage stellen: Sind die Standards so zwingend notwendig?“
Grünen-Politikerin Dr. Lea Heidbreder verwies in diesem Zusammenhang auf die Reform der Landesbauordnung im vergangenen Jahr, die vor allem den Bestand in den Blick genommen habe. Nun aber müsse man sich auch den Neubau noch einmal anschauen, beispielsweise was die geforderten Stellplatzschlüssel angehe. Die Mobilität verändere sich schließlich. Auch Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sprach das Thema an. Sie wies auf die Vereinbarung „Besser bauen. Für alle.“ im Bündnis bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz hin. Auch Ahnen stellte eine weitere Reform der Landesbauordnung in Aussicht.
3. Ländlicher Raum wird angegangen
Die Förderung so ausgestalten, dass auch im ländlichen Raum insbesondere barrierearme und klimagerechte Wohnungen entstehen können. Auch dieses Anliegen scheint zwischen den Parteien relativer Konsens zu sein. Die CDU nimmt vor allem angehende Eigenheimbesitzer in den Blick, die SPD widmet sich auch stärker dem Mietmarkt, möchte aber ebenfalls den ländlichen Raum stärker mit der Wohnraumförderung adressieren.
4. Schnellere Bearbeitung von Förderanträgen auf der Agenda
Schneller, so die Forderung der Wohnungswirtschaft, müsse das Land auch bei der Bearbeitung von Anträgen auf Wohnraumförderung werden. Finanzministerin Ahnen verwies auf die Rekordsumme in der Wohnraumförderung im Jahr 2025, sieht aber auch die Notwendigkeit schnellerer Prozesse: „Wir müssen weiterhin schauen, wie wir das Antragsverfahren schneller machen können. Gleichzeitig müsse das Land mehr Personal rekrutieren und die Verfahren digitalisieren.“
Zu den Positionen der sozial orientierten Wohnungswirtschaft zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
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VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter im Live-Gespräch mit Landespolitikerinnen und -politikern aus Rheinland-Pfalz vor der Landtagswahl 2026
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