Vereinbarung „Besser bauen. Für alle.“ unterschrieben
Auf einer Baustelle zur seriellen Sanierung eines Wohngebäudes in Trier wurde die neue Vereinbarung „Besser bauen. Für alle.“ des rheinland-pfälzischen Bündnisses Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz unterschrieben. Gemeinsam mit Finanzministerin Doris Ahnen setzten VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, ihre Unterschrift unter das Papier, welches das Bauen in Rheinland-Pfalz günstiger machen soll.
„Sich den gesamten Bauprozess – von den Gesetzung bis hin zur Genehmigung und den Bautechniken – anzuschauen, ist der richtige Weg.“
– Alexander Rychter
Die serielle Sanierung, wie sie die gbt Wohnungsbau und Treuhand AG an der Hohenzollernstraße in Trier in Holz ausführen lässt, ist eine vielversprechende innovative Technik, um bei der energetischen Ertüchtigung von Gebäuden Kosten zu sparen und so bezahlbare Mieten und klimagerechtes Wohnen in Einklang zu bringen. Bauinnovationen sind ein Themenfeld der Vereinbarung, die weiteren lauten: Baurecht, Bautechnik, Bauprozesse und Baukultur.
In der Vereinbarung wird das Arbeitsprogramm des Bündnisses Bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz beschrieben, das seit 10 Jahren existiert und dessen Bündnispartner der VdW Rheinland Westfalen seit Gründung ist.
Technische Vorschriften
besonders im Fokus
Für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft ist insbesondere die Reform des technischen Regelwerks interessant. Zwar ist die Landesbauordnung 2025 bereits angepasst worden, insbesondere um das Bauen im Bestand zu erleichtern. Doch gibt es aus Sicht von VdW Rheinland Westfalen und VdW südwest noch weiteren Bedarf, um auch den Neubau von Wohnungen zu erleichtern.

Am 20. Oktober 2015 wurde das Bündnis gegründet, das inzwischen 23 Partner hat, darunter das Finanzministerium Rheinland-Pfalz, der VdW Rheinland Westfalen, aber auch die Architektenkammer, der Deutsche Mieterbund Rheinland-Pfalz und die Bauwirtschaft.
VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter sagte im Rahmen der Unterzeichnung der Vereinbarung deshalb: „Bauen muss wieder günstiger werden, damit Wohnen bezahlbar bleibt. Sich dafür den gesamten Bauprozess – von den Gesetzen bis hin zur Genehmigung und den Bautechniken – anzuschauen, ist der richtige Weg. Mehr serielle Sanierungen wie hier in Trier sind sicher ein wichtiger Aspekt. Aber wir streben auch weitere Anpassungen der Landesbauordnung an, um mehr Kosten einzusparen.“
Auf dem Gebiet Hohenzollernstraße, Ecke Pacelliufer in Trier, wo die Vereinbarung unterschrieben wurde, saniert die gbt Trier in zwei Bauabschnitten mehrere Wohngebäude mit derzeit 104 Wohnungen und schafft durch Aufstockung des Daches neu Wohnungen. Im ersten Bauabschnitt werden 19 neue Wohnungen entstehen, sieben davon barrierefrei, im zweiten Bauaubschnitt weitere zwölf. Die Mehrfamilienhäuser werden über ein Nahwärmenetz an eine neu gebaute Energiezentrale mit Holzpellet-Heizung angeschlossen.
Die Vereinbarung „Besser Bauen. Für Rheinland-Pfalz“ war auch Thema eines Insta-Lives mit Finanzministerin Doris Ahnen am 23. Januar 2026.
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