thema der Wohnungswirtschaft
N°1 – Der perfekte Sturm

zwe ältere Menschen an einem Tisch, lachen miteinander, eine Frau beugt sich zu ihnen, um sich mit ihnen zu unterhalten. Mehrere Menschen stehen um sie herum, lächeln ebenfalls
Quelle: VdW Rheinland Westfalen
Alt werden in gewohnter Umgebung

Ministerin zu Gast in Wohnpflegegemeinschaft

In einem Dorf mit 2.500 Einwohnern hat die Trierer gbt Wohnungsbau und Treuhand AG ein Quartiershaus mit zwei Wohnpflegegemeinschaften errichtet. Bei einem Besuch der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Dörte Schall ging es darum, wie noch mehr solcher Projekte im Land entstehen können.

Zuhause alt werden, seine letzten Tage im gewohnten Umfeld verbringen. Eine schöne Vorstellung. Doch mit dem Alter kommen oft Gebrechlichkeiten, die ein Leben in den eigenen vier Wänden nur noch sehr eingeschränkt möglich machen. Nicht selten müssen Menschen deshalb in stationäre Pflegeheime umziehen, obwohl sie mit ambulanter Unterstützung noch länger in ihrem gewohnten Umfeld hätten wohnen bleiben können.
 
Wohnpflegegemeinschaften vor Ort, mit Unterstützung immer dann, wann man sie auch benötigt, sind ein Modell, wie Menschen noch länger in ihrem Wohnquartier oder ihrem Dorf bleiben können. In derselben Nachbarschaft, mit denselben Freundinnen und Freunden, die einen ohne große Anreise in der neuen Wohnung besuchen.

Das Quartiershaus Daniel

Die VdW-Mitglieder setzen solche Wohnpflegegemeinschaften deshalb immer öfter um, wie beispielswese im rheinland-pfälzischen Hetzerath nahe Trier. Dort hat die gbt mit der Pflegegesellschaft St. Martin das Quartiershaus Daniel ins Leben gerufen. Der Verein „Helfende Hände Hetzerath“, der sich aus der Dorfgemeinschaft des 2.500 Einwohner großen Ortes gegründet hat, organisiert den Mittagstisch, an dem jeder aus dem Dorf teilhaben kann.
ein Küchengemeinschaftsraum. Am Tisch sitzen Seniorinnen und Senioren und essen.
Quelle: VdW Rheinland Westfalen

Das rheinland-pfälzische Sozialministerium  möchte solche Projekte in möglichst vielen Orten im Land verbreitet sehen. Welche gesetzlichen Reformen notwendig sind, um das zu schaffen, besprach Sozialministerin Dörte Schall bei einem Besuch des Projekts mit den Beteiligten des Projekts und Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, am 17. Juli 2025.

Dort traf sie auch auf Bewohnerinnen und Bewohner, die sich sichtlich wohl fühlten und die nicht nur ihre alten Bekanntschaften aus dem Dorf weiter pflegten, sondern auch neue Freundschaften in der Wohngemeinschaft schlossen.

eine Gesprächsrunde an einem Stehtisch vor einem Gebäude
Quelle: VdW Rheinland Westfalen

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