Innovative Technologien und soziale Lösungen auf der HEATEXPO Dortmund
Wie können Gebäude und Quartiere zukunftsfähig mit Wärme versorgt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich jedes Jahr im November die HEATEXPO Messe in Dortmund – und die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen jeden Tag. Daher war der Verband auch in diesem Jahr wieder Partner der Messe und hat vor Ort die Perspektive der Wohnungswirtschaft im Rahmen von Vorträgen, Paneldiskussionen und im gemeinsamen Austausch eingebracht.
Wie gelingt eine sozialverträgliche Wärmewende?
Hierzu diskutierte Verbandsdirektor Alexander Rychter im KlimaForum.unterwegs gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verbraucherzentrale und der Kommunen. Wichtig für das Gelingen sind partnerschaftliche Zusammenarbeit, Kommunikation und langfristige Planungssicherheit.
Welche innovativen Wärmetechnologien können im Mehrfamilienhaus eingesetzt werden?
Einige spannende Lösungen wurden im vom VdW Rheinland Westfalen organisierten Messerundgang vorgestellt. Von Ansätzen zur Steigerung der Energieeffizienz der Heizungsanlagen, über Wärmepumpen, Wärmetauschern für Nahwärmenetze bis hin zu ganzen Quartierskonzepten erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in unterschiedliche Technologien. Und es wird deutlich: Die Technologien für die klimaneutrale Wärmeversorgung im Mehrparteienhaus gibt es – für die Umsetzung der Wärmewende braucht es vor allem Ansätze für die Finanzierung und Fachkräfte.
Welche Rolle spielen Nahwärmenetze in der Wärmewende und welche Bedeutung haben sie für die Wohnungswirtschaft?
In den Vorträgen mit anschließender Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Wohnungswirtschaft und des NRW-Wirtschaftsministeriums wird deutlich: Nahwärmenetze stellen neben klassischen Luft-Wasser-Wärmepumpen und Fernwärme einen weiteren wichtigen Baustein für klimaneutrale Wärmeversorgung von Wohngebäuden dar. Sie sind vor allem deshalb interessant, weil sie die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen und in Kombination mit unterschiedlichen Wärmequellen umgesetzt werden – beispielsweise über Geothermie, Eisspeicher oder Aquathermie aus Flusswasser-, Grubenwasser- oder Abwasserwärme.
Insbesondere das Thema Abwasserwärme hat zuletzt an Bedeutung gewonnen. Die Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate arbeitet aktuell im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums mit verschiedenen Stakeholdern daran, die Nutzbarmachung von Abwasserwärme voranzutreiben. Erster Schritt war die Erstellung eines Leitfadens für Betreibermodelle für Abwasserwärmeprojekte aus dem Kanal, an dem auch der VdW Rheinland Westfalen mitgearbeitet hat. Die ersten Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften arbeiten bereits daran, solche Projekte umzusetzen.
Weitere Informatonen zur Initiative Abwasserwärme NRW.
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