thema der Wohnungswirtschaft
N°1 – Der perfekte Sturm

Quelle: VdW Rheinland Westfalen
WohneNRW-Tage 2026

Gemeinsam zeigen, was möglich ist

Von Generationenwohnen über studentisches Wohnen bis hin zur Umnutzung einer ehemaligen Polizeikaserne: Die WohneNRW-Tage 2026 haben erneut gezeigt, wie vielfältig die Lösungen der sozial orientierten Wohnungswirtschaft für die Herausforderungen auf den Wohnungsmärkten in Nordrhein-Westfalen sind.

 

Drei Tage lang besuchten Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Politik, Kommunen und Verwaltung Wohnungsbau- und Quartiersprojekte in ganz Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt standen Projekte, die beispielhaft dafür stehen, wie neue Wohnungen geschaffen, Bestände weiterentwickelt und Quartiere zukunftsfähig gestaltet werden können. Vor allem aber wurde deutlich, welche zentrale Rolle die öffentliche Wohnraumförderung dabei spielt.

Unterschiedliche Projekte, ein gemeinsames Ziel

Die besuchten Projekte könnten unterschiedlicher kaum sein. Beispielsweise entsteht in Viersen mit dem Projekt „Generations“ ein Wohngebäude mit 44 öffentlich geförderten Wohnungen. Neben einem gemeinschaftlichen Wohnkonzept setzt das Projekt unter anderem auf Holzhybridbauweise, kreislauffähige Baustoffe und einen digitalen Gebäuderessourcenpass.

In Hattingen wurde sichtbar, wie moderne Sanierungskonzepte zur Weiterentwicklung bestehender Wohngebäude beitragen können. Mithilfe eines digitalen Zwillings, vorgefertigter Fassadenelemente und neuer Gebäudetechnik wird dort ein Mehrfamilienhaus umfassend modernisiert.

Ein weiteres Beispiel ist das Quartier auf dem Gelände einer ehemaligen Polizeikaserne in Kamen. Hier entstehen 95 öffentlich geförderte Wohnungen. Das Projekt zeigt, wie bestehende Flächen und historische Gebäudestrukturen für  Wohnen genutzt werden können.

Die Projekte unterscheiden sich in Größe, Zielgruppen und Konzepten. Ihr Ziel ist jedoch identisch: Menschen mit bezahlbaren Wohnungen zu versorgen und gleichzeitig lebenswerte Quartiere zu schaffen.

Öffentliche Wohnraumförderung macht Investitionen möglich

Ein Thema zog sich durch nahezu alle Stationen der WohneNRW-Tage: die öffentliche Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Gerade angesichts hoher Baukosten, anspruchsvoller Rahmenbedingungen und großer Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen schafft die Förderung wichtige Voraussetzungen für Investitionen. Sie unterstützt den Neubau ebenso wie die Modernisierung bestehender Gebäude und die Entwicklung neuer Quartiere.

Viele der besuchten Projekte wären ohne diese Unterstützung nicht oder nicht in der gezeigten Qualität realisierbar.

Die WohneNRW-Tage machen deshalb sichtbar, was öffentliche Wohnraumförderung konkret bewirkt: Aus Fördermitteln entstehen Wohnungen, Nachbarschaften und Wohnquartiere für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenssituationen.

Wohnungswirtschaft, Politik und Kommunen ziehen an einem Strang

Neben den Projekten selbst standen vor allem die Gespräche zwischen den Beteiligten im Mittelpunkt der Tour.

Vertreterinnen und Vertreter der Wohnungswirtschaft trafen auf Verantwortliche aus Landespolitik, Kommunen, Verwaltung und Projektentwicklung. Der direkte Austausch vor Ort machte deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel aller Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung von Wohnungsbauprojekten ist.

Bezahlbares Wohnen entsteht nicht im Alleingang. Es braucht Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, die investieren und bauen. Es braucht Kommunen, die Planung und Entwicklung ermöglichen. Es braucht politische Unterstützung und verlässliche Förderinstrumente. Und es braucht Menschen, die Projekte mit Engagement voranbringen.

Die WohneNRW-Tage bieten dafür eine wichtige Plattform. Sie schaffen Raum für Gespräche, Vernetzung und einen direkten Blick auf die Projekte vor Ort.