thema der Wohnungswirtschaft
N°1 – Der perfekte Sturm

Drei Podiumsteilnehmende sitzen nebeneinander auf einer Bühne. Der Gesprächsteilnehmer in der Mitte hält ein Mikrofon.
Quelle: VdW Rheinland Westfalen
Soziale Verantwortung

Gemeinsam gegen Wohnungslosigkeit: NRW zeigt, wie es geht

Die Zahlen zur Wohnungslosigkeit werden seit Jahren immer schlechter – in ihrer aktuellsten Hochrechnung geht die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) von knapp über 1 Million Menschen aus, die im Jahr 2024 in Deutschland wohnungslos waren. Doch in Nordrhein-Westfalen bleibt diese Entwicklung nicht unbeantwortet. Wie engagiert die Wohnungswirtschaft handelt, zeigt eine neue bundesweite Broschüre, in der mehrere Projekte aus NRW Vorbildcharakter haben.

Seit 2019 ist der VdW Rheinland Westfalen Teil der NRW-Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit „Endlich ein ZUHAUSE“ – und kann seitdem kontinuierlich positive Ergebnisse in Bezug auf präventiv verhinderte Wohnungsverluste sowie in der Vermittlung von wohnungslosen Menschen in passenden Wohnraum vorweisen. Aber gerade durch dieses vielfältige Engagement der VdW-Mitglieder wird deutlich,  wie komplex das Thema Wohnungslosigkeit ist und wie viele gesellschaftliche Entwicklungen – wie etwa der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, die Zunahme psychischer Erkrankungen und die Flucht aus Kriegsgebieten – bei dieser gravierenden Form von Armut zusammenwirken.

Wohnungslosigkeit im Fokus: NRW-Modellkooperation auf Bundesebene vorgestellt

Auf der Bundesebene wird Wohnungslosigkeit auch angegangen und dabei oft auf Nordrhein-Westfalen verwiesen. Daher haben Jürgen Thomas, Referatsleiter im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW), und VdW-Sozialreferent Alexander Flatters diese besondere Kooperation in ihren verschiedenen Facetten vorgestellt. Dieses Interview ist Teil der kürzlich erschienenen „Broschüre Gemeinsam gelingtʼs. Gute Praxis der Kooperation zwischen Wohnungsnotfallhilfe und Wohnungswirtschaft“, die die BAG W gemeinsam mit dem GdW und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege am 21. November veröffentlicht hat.

Zwei Podiumsteilnehmende stehen auf der Bühne. Ein Gesprächsteilnehmer spricht vor Publikum
Quelle: VdW Rheinland Westfalen
Zwei Veranstaltungsteilnehmer halten eine Broschüre mit der Aufschrift "Gemeinsam gelingt's" in den Händen.
Quelle: VdW Rheinland Westalen

NRW macht’s vor: Lokale Partnerschaften gegen Wohnungsverlust

In dieser Broschüre werden insgesamt 17 Projekte dargestellt. Davon drei aus NRW, die verdeutlichen, wie die Landesinitiative vor Ort mit lokalem Engagement und Wissen umgesetzt werden wird. So ist die Mobile Mieterhilfe Bielefeld eine Kooperation des kommunalen Unternehmens BGW Bielefeld und Bethel.Regional, durch die Mieterinnen und Mieter bei drohender Überschuldung frühzeitig in Beratung aufnimmt. Diese bereits seit 2009 etablierte Kooperation wurde am Abschlusstag der Bundestagung der BAG W in Berlin vorgestellt und interessiert aufgenommen.

Für Menschen in der Wohnungslosigkeit sind ebenfalls zwei interessante Projekte aus NRW zu finden: Beim Projekt sta(d)tt-BRÜCKE zwischen CVJM in Essen und Vonovia wird deutlich, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und Information für gelingende Hilfen sind, um aus schwierigen Problemlagen „unspektakuläre“ Mietverhältnisse zu machen. Aus Münster zeigen die Stadt und die Wohn + Stadtbau Münster ihren gemeinsamen Weg auf: Hier werden über ordnungsrechtliche Beschlagnahmungen Wohnungen für wohnungslose Haushalte genutzt, in denen die Stadt Sozialberatung anbietet.

Broschüre "Gemeinsam gelingts"
Soziale Verantwortung

"Gemeinsam gelingtʼs: Gute Praxis der Kooperation zwischen Wohnungsnotfallhilfe und Wohnungswirtschaft"

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