Fachreise „Bezahlbares Wohnen“: Ein Tag zum Mutmachen
Wenn alle einem Strang ziehen, kann es schnell gehen – auch beim Bauen. Das ist eine wesentliche Erkenntnis der Fachreise „Bezahlbares Wohnen“ mit Finanzministerin Doris Ahnen, die am 10. Juli 2025 an drei verschiedene Orte in Rheinland-Pfalz führte, immer aber an Orte des Bezahlbaren Wohnens. Organisiert hatten die Reise der VdW Rheinland Westfalen, der VdW südwest, die Architektenkammer Rheinland-Pfalz und das rheinland-pfälzische Finanzministerium. Es war bereits die siebte Auflage einer solchen Fachreise in dem Bundesland.
„Als Chef eines Wohnungsunternehmens hat mir diese Reiseheute Mut gemacht."“
– Adalbert Fettweiß
„Als Chef eines Wohnungsunternehmens hat mir diese Reise heute Mut gemacht“, fasste Adalbert Fettweiß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen am Abend den Verlauf der Fachreise zusammen. In der Arbeitsgemeinschaft arbeiten die Mitglieder der von VdW Rheinland Westfalen und VdW südwest zusammen. „Baugenehmigungen kann es innerhalb weniger Monate geben, Probleme werden im Gespräch mit allen Beteiligten gelöst“, sagte er mit Blick auf die Projekte in Trier, Ingelheim und Mainz, welche die Reisegruppe um Finanzministerin Doris Ahnen an diesem Tag besucht hatten. Planerinnen und Planer, Bauherrinnen und Bauherren, Behörden und Förderbank haben bei den Projekt Hand in Hand gearbeitet.
Trier, Ingelheim, Mainz
Die Reise zu gelungenen Beispielen der sozialen Wohnraumförderung war am Morgen in Trier gestartet mit einem Besuch der Baustelle der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft an der Matthiasstraße in Trier. In unmittelbarer Nachbarschaft zur stadtbildprägenden Kirche St. Matthias entstehen dort das 13 sozial geförderte 3- bis 5-Zimmer-Wohnungen im energetisch anspruchsvollen KfW-40-Standard. Mit der Bebauung wird eine Lücke im Stadtbild geschlossen.
Weiter ging es nach Ingelheim, wo die Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim innerhalb von vier Jahren ein grünes und inklusives Quartier nahe dem Rhein errichtet hat. Demnächst nimmt das Unternehmen ein weiteres Quartier, diesmal mit historischer Bausubstanz in Angriff.
Den Abschluss bildete ein privates Projekt in Mainz-Mombach, bei dem ein abgängiges Einfamilienhäus durch ein KfW-40-Plus-Gebäude mit mit neun sozial geförderten Wohnungen ersetzt wurde.
An der Reise nahmen auch zahlreiche Abgeordnete aus dem rheinland-pfälzischen Landtag teil. So etwa Dr. Lea Heidbreder, baupolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, oder Gerd Schreiner, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag. Auch VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter sah sich durch die Reise in seiner Meinung bestärkt: „Mit sozial geförderten Wohnungen können lebenswerte Gebäude und Quartiere entstehen, die auch für Menschen mit geringerem und mittlerem Einkommen erschwinglich sind. Bezahlbares Wohnen schafft Lebensqualität – auch im Städtebau.“
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