Ehrenamt bewegt die Wohnungs-
wirtschaft
- Audiodatei 00:00
Treffpunkt Ehrenamt
Bei der zentralen Plattform für Austausch, Weiterbildung und die Stärkung des Ehrenamts in der Wohnungswirtschaft kamen in diesem Jahr rund 150 ehrenamtliche Vorstände und Aufsichtsräte der Mitgliedsgenossenschaften zusammen. Neben Vorträgen Diskussionen und Workshops schafft die Veranstaltung einen wertvollen Raum für Begegnungen.
Der nächste Treffpunkt Ehrenamt findet am 21. und 22. November 2025 in Dortmund statt.
Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft, insbesondere der genossenschaftlich organisierte Teil, lebt vom Engagement ihrer ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer. Was treibt Ehrenamtliche an? Was ist überhaupt ihre Aufgabe in der Wohnungswirtschaft? Zum Tag des Ehrenamts sprachen wir darüber mit Rolf Puller, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Wuppertal-Mitte. Getroffen haben wir ihn auf dem Treffpunkt Ehrenamt, dem jährlichen Austausch für ehrenamtlich Aktive in der Wohnungswirtschaft.
Interview von Jennifer Rickmann
Illustration von VdW Rheinland Westfalen
Ähnliche Artikel
- Treffpunkt Sozialarbeit
"Messies": Betroffenen helfen, andere schützen
Werden große Mehrfamilienhäuser modernisiert, stoßen Wohnungsunternehmen regelmäßig auf Messie-Wohnungen: Von hundert Wohnungen sind etwa drei bis vier betroffen. So lautet die Erfahrung von Michael Schröter, Direktor der Erste deutsche Messie-Akademie, die er in einem Seminar beim VdW-Treffpunkt Sozialarbeit im März 2026 teilte. Dass das Problem in der sozial orientierten Wohnungswirtschaft virulent ist, zeigt auch die rege Teilnahme an dem Seminar. Es musste wegen der vielen Anmeldungen wiederholt werden. Dabei wurde vor allem diskutiert, wie man den betroffenen Menschen helfen, die Nachbarn aber auch schützen könne. Schröter verdeutlichte in dem Seminar, dass das "pathologische Horten", wie die psychische Erkrankung medizinisch korrekt heißt, viele Ausprägungen habe. Betroffen seien Menschen aller Altersgruppen und Gesellschaftsschichten, viele Betroffene stünden erfolgreich im Arbeitsleben und hätten ein aktives soziales Umfeld. Zur Einordnung wichtig sei die Unterscheidung zwischen „Vermüllern“ und „Sammlern“.
- Energierechtstagung
Wo die Energiewende kompliziert wird
Bei der Umsetzung der Energie- und Wärmewende geht es nicht nur ums Geld. Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, die klimaneutrales Wohnen ermöglichen wollen, stoßen schnell auch auf rechtliche Fragen. Wie kann ich rechtlich und steuerlich sicher meinen Mieterinnen und Mietern den Strom vom eigenen Dach zur Verfügung stellen? Wie müssen Wärmecontracting-Verträge ausgestaltet sein? Was ist beim Heizungstausch zu beachten? Diese und ähnlich gelagerte Fragen wurden auf der ersten Tagung "Energierecht für die Wohnungswirschaft" des VdW Rheinland Westfalen am 18. März 2026 in Düsseldorf diskutiert. Die Tagung, an der 85 Vertreterinnen und Vertreter von Wohnungsgenossenschaft teilnahmen, gab einen Überblick über wesentliche Aspekte energierechtlicher Fragestellungen für die Wohnungswirtschaft, einem überaus komplexen Themenfeld mit einer Vielzahl von Rechtsnormen, das zudem regelmäßigen Änderungen unterliegt. Energierechtsexperten der Kanzleien BBH und Osborne Clarke erörterten die Themenkomplexe Wärme und Stromerzeugung sowie häufige Frage- und Problemstellungen und stellten die wesentlichen Rechtsnormen vor. Anschließend erklärte VdW-Steuerberater Prof. Dr. Michael Pannen, worauf insbesondere Genossenschaften und Unternehmen, die der erweiterten Gewerbesteuerkürzung unterliegen, bei der Umsetzung von Mieterstrom- oder Wärmecontractingprojekten hinsichtlich steuerrechtlicher Vorgaben achten müssen. Abgerundet wurden die Themenkomplexe durch Praxisbeispiele aus der Branche: Jan Timmermann zeigte, wie die GWL Lippstadt Nahwärmenetze zur Wärmeversorgung von Quartieren in Lippstadt einsetzt; Geschäftsführer Thomas Hummelsbeck stellte die Mieterstromprojekte der Rheinwohnungsbau vor und schloss mit motivierenden Worten an die Teilnehmenden, die sich gut auf die gesamte Thematik übertragen lassen: "Respekt vor der Aufgabe ja, Angst nein."
- Tag der Wohnungsgenossenschaften
Tiefgreifender Wandel in den nächsten zehn Jahren erwartet
VdW-Prüfungsdirektor Dr. Daniel Ranker sieht auf die genossenschaftliche Pflichtprüfung große Veränderungen zukommen. Der Wandel der nächsten zehn Jahre werde tiefgreifender ausfallen als in den vergangenen drei Jahrzehnten. Dies sagte er am 10. März 2026 auf dem dritten „Tag der Wohnungsgenossenschaften“ im Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) in Bochum. Auf der Veranstaltung, zu der das EBZ, der VdW Rheinland Westfalen und die „Vereine Woh-nen in Genossenschaften“ und „Die Marketinginitiative der Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland“ eingeladen hatten, ging es um zentrale Zukunftsfragen der Branche – vom Klimapfad über bezahlbares Wohnen bis hin zu Digitalisierung und Organisationsentwicklung. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungsgenossenschaften, Verbänden und Wissenschaft waren der Einladung gefolgt. Den tiefgreifenden Wandel führte Dr. Ranker auf neue gesetzliche Anforderungen sowie aktuelle Herausforderungen wie die Klimaziele zurück.
- Wettbewerb
Erster Kommunikationspreis der Wohnungswirtschaft ausgelobt
Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen lobt im Jahr 2026 erstmals den Kommunikationspreis der Wohnungswirtschaft aus. Der Wettbewerb ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Wettbewerbs „Deutschlands beste Mieterzeitung“, der in den vergangenen Jahren zahlreiche hervorragende Beispiele der Mieterkommunikation sichtbar gemacht hat. Mit dem neuen Format wird der Blick auf die gesamte Bandbreite moderner Kommunikationskanäle in der Wohnungswirtschaft erweitert. Ausgezeichnet werden künftig Kommunikationsleistungen in drei Kategorien: Print (Mieterzeitung), Website, Social Media. Die Mitgliedsunternehmen des GdW und seiner Regionalverbände können sich vom 12. März bis zum 30. April 2026 bewerben. Eine Teilnahme ist in einer, mehreren oder allen drei Kategorien möglich. Mit dem Kommunikationspreis möchten der GdW herausragende Beispiele der Mieterkommunikation sichtbar machen, innovative Ansätze würdigen und zugleich wertvolle Best-Practice-Impulse für die gesamte Branche geben.