thema der Wohnungswirtschaft
N°1 – Der perfekte Sturm

Bild von Klaus Pelzer, der an seinem Schreibtisch sitzt. Im Hintergrund, ist eine weiße Wand und ein angeschnittenes Bild zu sehen.
Quelle: GWG Rhein Erft
Im Gespräch

Drei Fragen an… Klaus Pelzer

Klaus Pelzer ist Geschäftsführer der GWG Rhein-Erft in Hürth. Seine Wohnungsgesellschaft hat inzwischen acht Mehrfamilienhäuser aus Holz errichtet. Mit uns spricht er über die Erfahrungen, die dabei gemacht wurden.

von Andreas Gröhbühl
Fotos von GWG Rhein Erft

Herr Pelzer, nach der Erfahrung von nun acht errichteten Holz-Mehrfamilienhäusern? Welche Herausforderungen ergeben sich beim Bau eines Hauses aus Holz im Gegensatz zu konventionellen Baustoffen?

Der Bau eines Holzhauses bringt erhöhte Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz und Feuchtigkeitsmanagement sowie die Notwendigkeit präziser Planung und spezialisierter Fachkräfte mit sich. Auch Instandhaltung und Mieteraufklärung erfordern mehr Aufwand, etwa bei der Vermeidung von Schäden durch Holzbewegungen oder Feuchtigkeit. Dennoch bietet Holzbau klare Vorteile: Nachhaltigkeit, kurze Bauzeiten und ein besseres Raumklima.

Bild eines Holz-Mehrfamilienhäuser der GWG Rhein-Erft.
Quelle Fotos: Stefan Uj / GWG Rhein Erft
Wie unterscheidet sich die Bewirtschaftung eines Holzhausen von der eines konventionellen Hauses?

Die Bewirtschaftung eines Holzhauses erfordert mehr Planung, Aufklärung und spezielles Know-how, vor allem bei Instandhaltung und im Umgang mit Mietern. Trotzdem sind die Vorteile, wie eben gesagt, groß. Proaktive Maßnahmen wie Mieterinformationen, Handwerkerschulungen und digitale Tools helfen, diese Potenziale optimal zu nutzen.

Was würden Sie heute anders machen, wenn Sie einen Holzbau planen?

Wir würden uns heute noch frühzeitiger mit allen Baubeteiligten abstimmen, Bauprozesse optimieren und klare Standards setzen. Um Herausforderungen zu minimieren, würde der Fokus auf umfassender Mieteraufklärung, digitaler Dokumentation und erfahrenen Partnern liegen.

„Wir würden uns heute noch frühzeitiger abstimmen“

Zum Projekt

Eines der acht Holz-Mehrfamilienhäuser der GWG Rhein-Erft: Das Projekt „Zum Silbersee“ in Erftstadt umfasst zwölf Wohnungen auf 720 Quadratmetern. Gebaut wurde in Holzrahmenbauweise mit Holzfassade und Laubengängen.

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