Blick in die
steuerliche Beratungspraxis
Die 2. Fachveranstaltung 2025 „Aktuelles Steuerrecht“ des VdW Rheinland Westfalen bot am 4. November 2025 rund 150 Vorständen, Geschäftsführungen und Fachkräften aus dem Rechnungswesen fundierte Einblicke in aktuelle steuerliche und regulatorische Entwicklungen. Themenschwerpunkte waren unter anderem steuergesetzliche Änderungen der neuen Bundesregierung, Neuerungen bei der Bilanzierung und aktuelle Urteile und Verwaltungsmeinungen zur Umsatz-, Ertrag- und Lohnsteuer.
Verbändeübergreifende Wissensvermittlung
Im Rahmen der ganztägigen, hybriden Veranstaltung im Europäischen Bildungszentrum (EBZ) in Bochum beleuchteten die Referentinnen und Referenten aus dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem VdW Niedersachsen Bremen und dem VdW Rheinland Westfalen praxisrelevante Entwicklungen im Steuerrecht und der Bilanzierung. Diskutiert wurden unter anderem das Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland und der Anpassungsbedarf bei der Sonderabschreibung für neue Wohnungen nach § 7 b EStG.
Praktische Hinweise für die Wohnungswirtschaft
Das Thema der steuerlichen Abgrenzung von Anschaffungskosten, Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen bei der Instandsetzung und Modernisierung von Gebäuden stand nach dem neuen IDW RS IFA 1 und dem Entwurf eines überarbeiteten BMF-Schreibens vom 5. Juni 2025 im besonderen Fokus. Dazu, aber auch zum Leasing in der Wohnungswirtschaft inklusive Contracting, Zinsschranke, Umsatzsteuer bei der Wohnungseigentümergemeinschaft und Mieterstrom erhielten die Teilnehmenden konkrete Hinweise für die tägliche Praxis. Hingewiesen wurde auf die gesetzliche Regelung ab 2026, Verwaltungsakte grundsätzlich elektronisch bereitzustellen, zum Beispiel über das Elster-Portal. Von der Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sind nur wenige Wohnungsunternehmen betroffen; zur freiwilligen Berichterstattung ist ein Anwendungsleitfaden veröffentlicht.
Die Mischung aus aktuellem Fachwissen, intensiver Diskussion und praxisnahen Fallbeispielen überzeugte die Teilnehmenden auch in dieser Auflage des Traditionsformates.
Ähnliche Artikel
- Veranstaltung
Wohnen weiter denken: 25. VdW-Forum Wohnungswirtschaft
Die Vorfreude steigt: Bereits in der 25. Auflage findet das VdW-Forum Wohnungswirtschaft des VdW Rheinland Westfalen am 9. und 10. Juni 2026 in Düsseldorf statt. Wieder stehen Fachvorträge, Workshops, Diskussionen und der Austausch der Teilnehmenden im Zentrum. Das diesjährige Motto lautet: "Wohnen weiter denken". Nach der Eröffnung u. a. durch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, gibt Sarah Escher, Architektin und Geschäftsleitung Duplex Architekten, mit ihrer Keynote Impulse zu bezahlbarem und lebenswertem Wohnen und neuen Perspektiven für das Bauen und Entwickeln in urbanen Räumen. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt setzt die Keynote von Dr. Michael Judex vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der die Notwendigkeit eines tragfähigen Risiko- und Krisenmanagements im Rahmen von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen thematisiert. Die Teilnehmenden können zwischen fünf Workshops wählen: Ob serielles Bauen und Sanieren, klimaneutrale Wärmeversorgung, neue Kooperationsmodelle oder der Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz in der Immobilienverwaltung – die Workshops verbinden konkrete Praxisbeispiele aus Wohnungsunternehmen mit direktem Austausch und geben Antworten auf Umsetzungsfragen. Abgerundet wird das Programm durch vielfältige Networking-Möglichkeiten, unter anderem bei der Abendveranstaltung in besonderer Atmosphäre.
- Veranstaltung
Azubi-Forum: Wohnen - mehr als ein Wirtschaftsgut
Es waren drei intensive Tage für rund 50 Auszubildende aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft: das Azubi-Forum 2026 von EBZ Akademie und VdW Rheinland Westfalen Anfang Mai.2026. Im Mittelpunkt der praxisnahen Fachtagung standen Fragen rund um die Zukunft des Wohnens, der sozialen Verantwortung von Wohnungsunternehmen sowie die persönliche und fachliche Entwicklung junger Nachwuchskräfte. Zum Auftakt beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Spannungsfeldern zwischen Sozialgut und Wirtschaftsgut Wohnen. In Workshops und Diskussionen ging es um wohnungspolitische Herausforderungen, gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, wie Wohnungsunternehmen soziale Verantwortung umsetzen können. Fachreferent Friedrich-Alexander Flatters vom VdW Rheinland Westfalen vermittelte Grundlagen der Wohnungspolitik und diskutierte mit den Auszubildenden die Auswirkungen sozialpolitischer Entwicklungen auf die Branche. Ein besonderer Programmpunkt war am zweiten Veranstaltungstag die Exkursion zum Vivawest-Quartier Borsig-West in der Dortmunder Nordstadt. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Mehrgenerationenwohnen, studentisches Wohnen und integrierte Quartiersentwicklung.
- Polis 2026
Wie die Wohnungswirtschaft Städte und Quartiere prägt
Bei seinem Messeauftritt auf der Polis in Düsseldorf am 6. und 7. Mai 2026 hat der VdW Rheinland Westfalen dargestellt, wie die sozial orientierte Wohnungswirtschaft die Stadt- und Quartiersentwicklung prägt. Auf dem Gemeinschaftsstand unter anderem mit Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW.BANK diskutierte der Verband über integrierte Quartiersmodernisierungen in der Kölner Kannebäckersiedlung (GAG Immobilien AG ) und im Zitadellenquartier am Niederrhein (Bauverein Wesel AG). "Integriert" sind die Modernisierungen deshalb, weil bei der Entwicklung eines Quartiers zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden müssen. Nicht nur die architektonische Qualität sollte aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft stimmen, auch generationen- und klimagerecht sollte das Quartier und vor allem mit bezahlbaren Mieten ausgestattet sein.
- Auszeichnung
Nichtwohngebäude der Wohnungswirtschaft ausgezeichnet
Auch wenn es mal nicht ums Wohnen geht, strengt sich die sozial orientierte Wohnungswirtschaft beim Klimaschutz an. Und das wurde am 22. April 2026 von der NRW-Landesgesellschaft Energy4Climate honoriert. Ein Verwaltungsgebäude und eine Kita wurden als „Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW“ ausgezeichnet, weil sie energetisch ambitioniert und dabei wirtschaftlich praktikabel gebaut worden sind. So setzte die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG beim Neubau ihres vierstöckigen Verwaltungsgebäudes auf Wärme aus einem Eisspeicher. Eine 80 Kilowatt Peak PV-Anlage deckt jahreszeitabhängig einen Großteil des Strombedarfs. Das energetische Gesamtkonzept löst zwei Herausforderungen gleichzeitig: klimafreundliches Heizen im Winter und zunehmend notwendige Kühlung im Sommer. Außerdem wurde die Kita im Herkenweg in Rheinhausen ausgezeichnet, die von der GEBAG 2024 eröffnet wurde. Mit einem Modulbau in Stahl-Holz-Hybridbauweise im anspruchsvollen KfW-40-Standard wurden mehr als 76 Tonnen Kohlendioxid eingespart.