- Landespolitik NRW
Neue Stufe der Solardachpflicht in NRW in Kraft
Bei der vollständigen Erneuerung der Dachhaut eines Gebäudes muss in Nordrhein-Westfalen seit dem 1. Januar 2026 eine Solaranlage auf dafür geeigneten Dachflächen installiert werden. Mehr Mieterstrom-Angebote wird es deshalb aber vermutlich nicht geben. Dazu bestehen noch immer zu viele Rechtsunsicherheiten. Für Neubauten gilt die so genannte Solardachpflicht bereits seit 2024 für Nicht-Wohngebäude und seit 2025 auch für Wohngebäude. Mit Januar 2026 trat sie auch für den Gebäudebestand in Kraft, und zwar dann, wenn ein Dach vollständig erneuert wird. So ist es in §42a der Landesbauordnung NRW geregelt. Die Pflicht greift, wenn die Abdichtung oder die Eindeckung eines Daches vollständig erneuert wird. Hiervon sind Baumaßnahmen ausgenommen, mit denen ausschließlich kurzfristig eingetretene Schäden behoben werden. Weitere Details finden sich in der Solaranlagen-Verordnung Nordrhein-Westfalen. Wer die Hoffnung hat, dass mit dieser neuen Pflicht mehr Mieterinnen und Mieter von günstigem Strom auf dem eigenen Dach profitiert, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.
- Förderung
Wiederauflage der KfW-55-Förderung startet
Zum 16. Dezember 2025 hat die Bundesregierung die Förderung von Neubauten im KfW-55-Energiestandard kurzfristig wieder aufgelegt. Der bekanntgegebene Zinssatz liegt je nach Laufzeit zwischen 1,94 und 2,91 Prozen effektiver Jahreszins für den Endkreditnehmer. Mit der Reaktivierung der Förderung reagiert die Bundesregierung auf eine Forderung der sozial orientierten Wohnungswirtschaft, allerdings liegt der angebotene Zinssatz über den vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobliienunternehmen gefordeten ein Prozent. 800 Millionen Euro werden für die Förderung insgesamt zur Verfügung gestellt. Die Bundesregierung will damit Bauprojekte ermöglichen, die im KfW-55-Standard geplant und genehmigt wurden, 2022 aber aufgrund des kurzfristigen Förderstopps im KfW-55-Programm nicht mehr gebaut wurden. Da das KfW-55-Energie-Niveau inzwischen als Neubaustandard gilt, war eine Förderung ausgeschlossen. Voraussetzung für die Förderung nach dem aktuellen Programm ist die Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer Energien.
- Soziale Verantwortung
Gemeinsam gegen Wohnungslosigkeit: NRW zeigt, wie es geht
Die Zahlen zur Wohnungslosigkeit werden seit Jahren immer schlechter – in ihrer aktuellsten Hochrechnung geht die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) von knapp über 1 Million Menschen aus, die im Jahr 2024 in Deutschland wohnungslos waren. Doch in Nordrhein-Westfalen bleibt diese Entwicklung nicht unbeantwortet. Wie engagiert die Wohnungswirtschaft handelt, zeigt eine neue bundesweite Broschüre, in der mehrere Projekte aus NRW Vorbildcharakter haben. Seit 2019 ist der VdW Rheinland Westfalen Teil der NRW-Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit „Endlich ein ZUHAUSE“ – und kann seitdem kontinuierlich positive Ergebnisse in Bezug auf präventiv verhinderte Wohnungsverluste sowie in der Vermittlung von wohnungslosen Menschen in passenden Wohnraum vorweisen. Aber gerade durch dieses vielfältige Engagement der VdW-Mitglieder wird deutlich, wie komplex das Thema Wohnungslosigkeit ist und wie viele gesellschaftliche Entwicklungen – wie etwa der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, die Zunahme psychischer Erkrankungen und die Flucht aus Kriegsgebieten – bei dieser gravierenden Form von Armut zusammenwirken.
- Rheinland-Pfalz
Vorsitz in der rheinland-pfälzischen Wohnungswirtschaft wechselt
Thomas Bauer ist der neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen. Der Geschäftsführer der Bau AG Kaiserslautern folgt auf Adalbert Fettweiß, der das Amt zwei Jahre lang bekleidet hat. Die Arbeitsgemeinschaft bildet die Interessenvetretung der sozial orientierten Wohnungsunternehmen und -genossenschaften in Rheinland-Pfalz und setzt sich aus den rheinland-pfälzischen Mitgliedern von VdW Rheinland Westfalen und VdW südwest zusammen. Turnusmäßig wechselt zwischen den Verbänden das Vorschlagsrecht für den Vorsitz. Die Mitglieder folgtem auf der Vollversammlung in Mainz nun dem Vorschlag des VdW südwest und wählten einstimmig Thomas Bauer zum neuen Vorsitzenden. Mit ihm ins Präsidium wurden außerdem Sybille Jeschonek von der Wohnungsbau und Treuhand AG (gbt) Trier und Oliver Pastor von der Baugenossenschaft Speyer gewählt. Der Arbeitsausschuss komplettiert die Gremien der Arbeitsgemeinschaft.
- Wärmewende im Wohnungsbau
Innovative Technologien und soziale Lösungen auf der HEATEXPO Dortmund
Wie können Gebäude und Quartiere zukunftsfähig mit Wärme versorgt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich jedes Jahr im November die Heat Expo Messe in Dortmund – und die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen jeden Tag. Daher war der Verband auch in diesem Jahr wieder Partner der Messe und hat vor Ort die Perspektive der Wohnungswirtschaft im Rahmen von Vorträgen, Paneldiskussionen und im gemeinsamen Austausch eingebracht. Wie gelingt eine sozialverträgliche Wärmewende? Hierzu diskutierte Verbandsdirektor Alexander Rychter im KlimaForum unterwegs gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verbraucherzentrale und der Kommunen. Wichtig für das Gelingen sind partnerschaftliche Zusammenarbeit, Kommunikation und langfristige Planungssicherheit. Welche innovativen Wärmetechnologien können im Mehrfamilienhaus eingesetzt werden? Einige spannende Lösungen wurden im vom VdW Rheinland Westfalen organisierten Messerundgang vorgestellt. Von Ansätzen zur Steigerung der Energieeffizienz der Heizungsanlagen, über Wärmepumpen, Wärmetauschern für Nahwärmenetze bis hin zu ganzen Quartierskonzepten erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in unterschiedliche Technologien.
Veranstaltungen
Messen, Events und mehr.



















